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Medizin
06. November 2019
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NSCLC: Bemerkenswerte OS-Vorteile dank neuer Optionen in der personalisierten Therapie

Im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem DGHO wurden die überzeugenden Daten von zwei personalisierten Therapieansätzen vorgestellt, die beide in der Lage sind, das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) signifikant zu verbessern – zum einen der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Osimertinib (Tagrisso®) beim EGFR-mutierten metastasierten NSCLC und zum anderen der Anti-PD-L1-Antikörper Durvalumab (Imfinzi®) beim NSCLC im inoperablen Stadium III.
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Osimertinib neuer Erstlinien-Standard beim EGFRm NSCLC

In der FLAURA-Studie verbesserte der 3.-Generations-TKI Osimertinib das OS von Patienten mit fortgeschrittenem EGFR-mutierten NSCLC im Vergleich zu Erstgenerations-TKI signifikant, wie Prof. Dr. Frank Griesinger, Oldenburg, ausführte. In der Studie zeigte Osimertinib einen signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben (PFS) sowie einen Trend für ein verlängertes OS gegenüber Erlotinib und Gefitinib (1). Mittlerweile liegt nun die finale OS-Analyse vor und konnte die positiven Daten bestätigen. So wurde das OS in der Intent-to-treat (ITT)-Population unter Osimertinib im Vergleich zu Erlotinib/Gefitinib um 6,8 Monate verlängert (medianes OS: 38,6 vs. 31,8 Monate; HR=0,799; 95%-KI 0,641-0,997; p=0,0462) (2). „Osimertinib ist die erste EGFR-TKI-Monotherapie, die einen statistisch signifikanten und klinisch relevanten OS-Nutzen gegenüber anderen TKIs aufweist“, betonte Griesinger. Nach 3 Jahren befanden sich noch 28% der Patienten im Osimertinib-Arm und 9% der Patienten im Vergleichs-Arm unter der Erstlinien-Studienbehandlung. „Trotz der längeren Exposition zeigt sich unter Osimertinib ein günstiges und konsistentes Toxitzitätsprofil“, sagte Griesinger. „Diese Ergebnisse bestätigen damit den TKI der 3. Generation als neuen Standard in der Erstlinientherapie für Patienten mit fortgeschrittenem EGFRm NSCLC“, resümierte der Experte.

3-Jahres-OS-Daten bestätigen Wirksamkeit von Durvalumab

Dr. Michael Thomas, Heidelberg, stellte die randomisierte, doppelblinde, multizentrische Phase-III-Studie PACIFIC vor, in der bei Patienten mit einem NSCLC im inoperablen Stadium III eine Behandlung mit Durvalumab im Anschluss an eine Radiochemotherapie mit Placebo verglichen wurde. Bereits in der Primäranalyse der zulassungsrelevanten Studie konnten das PFS und das OS der Patienten signifikant verlängert werden (3). Es zeigte sich nun nach 3 Jahren, dass der Überlebensvorteil unter Durvalumab in dieser Patientengruppe auch langfristig anhält. In der Subgruppe der Patienten mit einer PD-L1-Expression ≥ 1% waren nach 3 Jahren noch 62,2% der Patienten im Durvalumab-Arm am Leben – unter Best Supportive Care (BSC) waren es dagegen nur 45,3%. Das mediane OS war im Verum-Arm noch nicht erreicht im Vergleich zu 29,6 Monaten im BSC-Arm (HR=0,59; 95%-KI: 0,41-0,83). „Durvalumab gilt damit weiterhin als Standardtherapie bei Patienten mit nicht-resezierbarem, lokal fortgeschrittenem NSCLC im Stadium III nach Platin-basierter Radiochemotherapie und einem PD-L1-Status ≥ 1% der Tumorzellen“, so die Schlussfolgerung von Thomas.

sk

Quelle: Pressekonferenz „Lungenkrebs: Prognose verbessern – Überleben verlängern; Innovationen und Ambitionen von AstraZeneca“, DGHO, 12.10.2019, Berlin; Veranstalter: AstraZeneca

Literatur:

(1) Soria JC et al. N Engl J Med 2018; 378(2): 113-125.
(2) Ramalingam SS et al. Ann Oncol 2019; 30(suppl_5): v851-v934.
(3) Antonia SJ et al. N Engl J Med 2018; 379(24): 2342-2350.


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