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Medizin

04. Juni 2019 NSCLC: Längeres PFS unter Alectinib als unter Crizotinib

Die auf dem ASCO 2019 vorgestellte abschließende Auswertung der J-ALEX-Studie zeigt: Alectinib führte als First-line-Therapie bei Patienten mit ALK-positivem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben (PFS) – verglichen mit Crizotinib: Unter Alectinib erreichten die Patienten ein medianes PFS von fast 3 Jahren und blieben damit mehr als 3 Mal länger progressionsfrei als unter Crizotinib (34,1 vs. 10,2 Monate). Auch wurde die Verträglichkeit im direkten Vergleich besser bewertet. Damit bestätigt die Studie, dass Alectinib als First-line-Standard Crizotinib signifikant überlegen ist (1).
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Vergleichsstudie Alectinib vs. Crizotinib

Die offene Phase-III-Studie J-ALEX ist Teil eines umfassenden Phase-III-Studienprogramms zu Alectinib (Alecensa®). Bei dieser Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Alectinib und Crizotinib im direkten Vergleich bei japanischen Patienten, die zuvor noch nicht mit ALK-In­hi­bi­to­ren vorbehandelt wurden, untersucht. Die finale Analyse wurde auf dem diesjährigen ASCO präsentiert (1).

Fast 3 Jahre PFS in der First-line-Therapie

Nach einem medianen Follow-Up von 42,2 Monaten (Alectinib) bzw. 42,4 Monaten (Crizotinib) ergab sich eine signifikante Reduktion des Progressionsrisikos um 63% (PFS-HR: 0,37; 0,26-0,52%) bei einem medianen PFS von 34,1 Monaten unter Alectinib (95%-KI: 22,1 Monate – nicht erreicht). Patienten, die Crizotinib erhielten, erreichten ein medianes PFS von unter einem Jahr (10,2 Monate; 95%-KI: 8,3-12,0 Monate) (1).
Damit bestätigen die Daten die bisherigen Auswertungen dieser Studie. Zudem sind die Ergebnisse konsistent mit den Studien ALEX und ALESIA, bei denen die Patienten, die mit Alectinib behandelt wurden, ebenfalls ein PFS von fast 3 Jahren erreichten (2,3).

Überlegene intrakranielle Wirksamkeit

Bei Patienten, die keine ZNS-Metastasen bei Studienbeginn hatten, reduzierte sich unter Alectinib im Vergleich zu Crizotinib das Risiko bis zum Auftreten einer intrakraniellen Progression um 80% (HR: 0,20; 95%-KI: 0,08-0,49), bei Patienten mit ZNS-Metastasen um 67% (HR: 0,33; 95%-KI: 0,11 -0,93) (1). Die überlegene intrakranielle Wirksamkeit ist konsistent mit dem in der ALEX beobachtetem ZNS protektiven Effekt von Alecensa (2,3).

Gleichzeitig kam es unter Alectinib zu deutlich weniger unerwünschten Ereignissen vom Grad 3-4 (37% vs. 61% unter Crizotinib) sowie zu deutlich weniger nebenwirkungsbedingten Therapieunterbrechungen (40% vs. 82%) und ‑abbrüchen (12% vs. 23%) (1).

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Seto T et al., J Clin Oncol 2019; 37 (suppl): Abstract 9092.
(2) Camidge DR et al., J Clin Oncol 2018; 36 (suppl): Abstract 9043.
(3) Zhou C et al., Ann Oncol 2018; 29(suppl_9): mdy483.001


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