Freitag, 5. März 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Medizin

28. Juni 2017 Noduläres Lymphozyten-prädominantes Hodgkin-Lymphom: Rudolf-Virchow-Preis für Sylvia Hartmann

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie hat auf ihrer Jahrestagung vom 22. bis 24. Juni 2017 Prof. Dr. med. Sylvia Hartmann vom Universitätsklinikum der J. W. Goethe Universität, Frankfurt, mit dem diesjährigen Rudolf-Virchow-Preis ausgezeichnet.
Anzeige:
Blenrep
Als innovative Forschungsarbeit, die neue Erkenntnisse zur Pathogenese des seltenen Subtyps des nodulären Lymphozyten-prädominanten Hodgkin-Lymphoms liefert, wurde die Forschungsarbeit von der Jury zur Verleihung des Rudolf-Virchow-Preises gelobt.

Prof. Hartmann ist seit 2013 Oberärztin am Dr. Senckenbergischen Institut für Pathologie am Universitätsklinikum der J. W. Goethe Universität Frankfurt am Main.

Nachweis von drei zentralen Gen-Mutationen

Der Subtyp des Hodgkin-Lymphoms ist eine eher seltene Form namens noduläres Lymphozyten-prädominantes Hodgkin-Lymphom. Bislang war dieser Typ schwer erforschbar, da nur wenige Tumorzellen, in der Regel etwa 1%, in den Gewebeproben vorliegen.

Hartmann analysierte daher zunächst 2 Schlüssel-Fälle, in denen eine Kombination aus Hodgkin- und einem tumorzellreicheren sekundären aggressiven Lymphom vorlagen. Über die Gesamtgenom-Sequenzierung dieses tumorzellreicheren Anteils wurden 3 neue Gene mit Mutationen identifiziert. „Durch die neue molekulargenetische Methode der ultra-tiefen Parallelsequenzierung konnten wir diese Genveränderungen in SGK1, DUSP2 und JUNB mit Hilfe eines Gen-Panels auch in Fällen mit sehr geringem Tumorzell-Gehalt aufspüren“, so die Pathologin.

Auch wenn Therapien für die Praxis noch nicht in Sicht sind, bieten die Forschungsergebnisse bahnbrechende Erkenntnisse zu Schlüssel-Mutationen als Basis für weitere Forschungen.

Weitere Informationen unter www.pathologie-dgp.de

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)


Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien

„Vor welcher Krankheit haben Sie persönlich am meisten Angst, dass Sie daran erkranken könnten?“ – Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Ergebnis: 57 Prozent der befragten Deutschen nennen Krebs an erster Stelle. Damit führt Krebs das Feld der gefürchtetsten Krankheiten mit großem Abstand an. Wie gleichzeitig ermittelt wurde, hat nur ein Drittel der Befragten* in letzter Zeit...

Gesundheitliche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen

Gesundheitliche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen
Alexander Raths / Fotolia.com

Arzttermine aus Furcht vor dem Coronavirus auf die lange Bank schieben? Davon rät der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ab. Symptome und Schmerzen sollten ernst genommen und vom Arzt abgeklärt werden. In den meisten Fällen wird es sich nicht um eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs handeln. Wenn aber doch, dann ist es besser, sie möglichst früh zu erkennen und, wenn nötig, sofort zu behandeln – dies erhöht die...

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Noduläres Lymphozyten-prädominantes Hodgkin-Lymphom: Rudolf-Virchow-Preis für Sylvia Hartmann"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.