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Medizin
05. Oktober 2016

Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Lenvatinib in Kombination mit Everolimus in Deutschland jetzt verfügbar

Eine neue Behandlungsoption verlängert nachweislich signifikant das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (1):  Lenvatinib (Kisplyx®) in Kombination mit Everolimus ist ab sofort in Deutschland für die Behandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) nach einer vorangegangenen, gegen den vaskulären Endothelwachstumsfaktor (VEGF) gerichteten Therapie verfügbar (2).
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Das Nierenzellkarzinom macht rund 80-90% aller Nierenkarzinome aus, und es gibt nur wenige wirksame systemische Behandlungsoptionen für diese Krebsart im fortgeschrittenen Stadium (3). Rund 15.000 Menschen in Deutschland entwickeln jährlich ein Nierenzellkarzinom (4).
 
"Es sind positive Nachrichten, dass Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom in Deutschland jetzt Zugang zu einer Behandlungsoption haben, die erwiesenermaßen das Fortschreiten ihres Karzinoms statistisch signifikant verzögert. Diese Phase-II-Studie war die erste, bei der diese beiden Krebsmedikamente für die Behandlung des Nierenzellkarzinoms erfolgreich kombiniert worden sind. Lenvatinib in Kombination mit Everolimus zeigte im Vergleich zu Everolimus allein eine statistisch signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens", kommentiert Prof. Dr. med. Viktor Grünwald, Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland.
 
Resultate aus der Phase-II-Zulassungsstudie, die in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurden, zeigen, dass Patienten mit Nierenzellkarzinom, die bei Krankheitsprogression nach vorangegangener VEGF-Therapie mit der Kombination Lenvatinib plus Everolimus behandelt wurden, ein medianes progressionsfreies Überleben von 14,6 Monaten hatten, verglichen mit 5,5 Monaten bei Patienten, die nur Everolimus erhielten (HR 0,40; 95% KI: 0,24-0,68; p=0,0005) (1). Unerwünschte Ereignisse waren im Allgemeinen bei Lenvatinib plus Everolimus häufiger als bei Everolimus allein (1). Zu den häufigsten bei der Behandlung auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen 3. Grades (TEAEs) zählten bei der Lenvatinib-plus-Everolimus-Gruppe Diarrhoe (20%), Fatigue oder Asthenie (14%) und Hypertonie (14%) (1). Die häufigsten TEAEs 3. Grades bei der Everolimus-Gruppe waren Anämie (12%), Dyspnoe (8%), Hypertriglyzeridämie (8%) und Hyperglykämie (8%) (1).
 
Die US Food and Drug Administration (FDA) ließ im Mai 2016 Lenvatinib in Kombination mit Everolimus für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nach Vorbehandlung mit einer antiangiogenetischen Therapie zu.

Quelle: Eisai

Literatur:

(1) Motzer RF, et al. Lenvatinib, everolimus, and the combination in patients with metastatic renal cell carcinoma: a randomised, phase 2, open-label, multicentre trial. Lancet Oncol. 2015 Nov;16(15):1473-82
(2) Fachinformation Kisplyx (Stand August 2016)
(3) National Cancer Institute at the National Institute of Health. Abrufbar unter: http://www.cancer.gov/types/kidney/hp/kidney-treatment-pdq. Zugriff im September 2016
(4) Schrader J, et al. Renal Cell Carcinoma Update: News from the AUA, EAU, and ASCO Annual Meetings 2011. ISRN Urology 2012. Abrufbar unter: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384960/ Zugriff im September 2016


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