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Medizin
01. April 2021

Neuroendokrine Tumoren: Biomarker und moderne Bildgebung

Neuroendokrine Tumoren (NET) stellen ein komplexes Krankheitsbild dar, welches die Zusammenarbeit von vielen medizinischen Fachrichtungen fordert, darunter Onkologie, Gastroenterologie, Endokrinologie und Nuklearmedizin. Auf diese Interdisziplinarität legte Advanced Accelerator Applications (AAA) im Rahmen der 18. jährlichen Tagung der European Neuroendocrine Tumor Society (ENETS) ein besonderes Augenmerk. Der Kongress fand vom 25. bis 27. Februar 2021 in virtueller Form statt und umfasste neben zahlreichen Abstracts, Poster-Sessions, Vorträgen und Diskussionsrunden auch mehrere Industriesymposien. AAA richtete das eigene Symposium „Sharing experience of 177Lu-DOTATATE – what’s next following progression?“ als virtuelles Tumorboard unter dem Vorsitz von Professor Diego Ferone (Genua, Italien) aus.
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Interdisziplinäre Indikation

Ein multidisziplinäres Ärzteteam stellt einen wichtigen Baustein für eine gute Prognose sowie adäquate und erfolgsversprechende NET-Therapie dar, wie Professor Martyn Caplin (London, England) im Satellitensymposium betonte. Dies zeigte sich eindrucksvoll im Rahmen der Tumorboard-Diskussion von drei Patientenfällen, an welcher sich die Zuschauer interaktiv per Live-Umfrage beteiligen konnten. Neben Caplin und Ferone traten dabei Doktor Pamela Kunz, (New Haven, USA), Professor Thorvardur Halfdanarson (Rochester, USA) und Professor Philippe Ruszniewski, (Paris, Frankreich) für ihr jeweiliges Fachgebiet auf.
 

Biomarker und moderne Bildgebung

Zuvor hatte Caplin über die Relevanz des Monitorings sowie die aktuellen Detektionsmethoden von Progression bei NET referiert. Neben den Klassifikationsmerkmalen Differenzierungsgrad, Ki67-Wert, Volumen und Wachstumsrate, Metastasierung und hormonelle Aktivität des Tumors spielen dabei allen voran eine moderne Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET) in Verbindung mit Computertomografie (CT), aber auch molekulare Biomarker wie Chromogranin A (CgA), eine große Rolle. Bei der PET/CT geht der Trend zum komplementären Einsatz von 68Ga-DOTATOC (SomaKit TOC™) und 18F-Fludeoxyglucose (FDG). Während die 68Ga-DOTATOC-PET/CT den meist stark erhöhten Somatostatin (SSA)-Rezeptorbesatz von NET sichtbar machen kann, dient die FDG-PET/CT der Visualisierung und Lokalisierung von Gewebe mit einer erhöhten Wachstums- bzw. Zellteilungsrate.
 

Kongressnachbetrachtung mit Perspektivwechsel

Die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Behandlung von NET wurde auch im Rahmen der „ENETS 2021 Kompakt Kongressnachbetrachtung“ deutlich. Dabei sprachen Experten verschiedener Fachrichtungen unter Moderation von Professor Matthias Weber (Mainz) über die Highlights der Jahrestagung. So wurden aus chirurgischer, internistischer, nuklearmedizinischer und pathologischer Sicht die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse aus der NET-Forschung beleuchtet. Dabei standen vor allem die Möglichkeiten zur Kombination der Peptidrezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT) mit anderen Behandlungsoptionen, die neuesten Studiendaten zu Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI), sowie die inter- und intratumorale Heterogenität von pankreatischen NET im Vordergrund. Auch die hochgradigen NET (G3) und neuroendokrinen Karzinome (NEC) wurden als derzeit präsentes Studiengebiet besprochen.
 

Neue Veranstaltungsreihe

Die ENETS-Nachbetrachtung bildete den Auftakt einer Reihe von Kongress-Zusammenfassungen, die AAA für das Jahr 2021 plant. Die nächste Veranstaltung dieser Serie, „Congress To Go NuklearMedizin 2021 – digital“ wird am Montag, 19. April, um 17 Uhr stattfinden und die Highlights der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Auch bei der NuklearMedizin 2021 – digital wird AAA mit 2 Industriesymposien vertreten sein.

Quelle: Advanced Accelerator Applications


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