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Medizin

05. Dezember 2018 Neue Subtypen bei B-Zell-Vorläufer-ALL identifiziert

Bei der B-Zell-Vorläufer-ALL konnten durch das Finden chimärer Gene eine verfeinerte B-ALL-Klassifikation vorgenommen und darauf zugeschnittene Therapien etabliert werden. Bis zu 30% der Patienten jedoch sind nach den bestehenden Subtypen nicht klassifizierbar, und das Outcome dieser Patienten ist teilweise sehr schlecht. Über integrative Genomanalysen von 1.988 Fällen (Kinder und erwachsene Patienten) wurden chromosomale Rearrangements und Genexpressionsprofile analysiert. So konnten 23 neue B-ALL-Subtypen gefunden werden. 3 Gruppen enthielten dabei Fälle wie die bereits kanonischen Subytpen (ETV6-RUNX1, KMT2A-rearranged und ZNF384-rearranged), jedoch ohne die erwarteten Treiber,  wie z.B. „ETV6-RUNX1-like“.
18 Fälle hatten Rearrangements von BCL2, MYC und/oder BCL6 mit einem bestimmten Genexpressionsprofil; dabei handelte es sich hauptsächlich um Erwachsene mit sehr schlechtem Outcome. Diese bei der ALL seltenen Genveränderungen entsprechen denen eines double/triple hit” Lymphoms (Prä-B-Immunphänotyp).

8 Fälle ergaben einen neuen Subtyp, der durch eine IKZF1 N159Y-Missense-Mutation gekennzeichnet ist.

2 Subtypen waren definiert durch ein distinktes Genepressionsmuster mit PAX5-Alterationen: PAC5alt (günstigeres und intermediäres Outcome) und PAX5 P80R Missense-Mutation.

Das Sequenzieren des Transkriptoms, so die Autoren, ist für das Auffinden genetischer Veränderungen und Subtypisierung der B-ALL ein nützliches Werkzeug, das beispielsweise die zentrale Rolle von PAX5 als Checkpoint der B-lymphoiden Reifung und Leukämogenese erneut bestärkt.

(über v. ab)

Quelle: ASH 2018

Literatur:

https://ash.confex.com/ash/2018/webprogram/Paper111219.html


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