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Medizin
20. April 2015

Neue Indikation bei Metastasen der Aderhaut für AMD-Radiotherapie-Vorrichtung

Die CE-Kennzeichnung des Oraya IRay® Radiotherapie-Systems wurde um die Therapie von Metastasen der Aderhaut, d. h. Tumoren im Auge, die meistens ihren Ursprung in Primärtumoren in der Brust oder Lunge haben, erweitert. Mit dieser neuen Indikation wird die bisherige Zulassung des Oraya-Systems für die Behandlung bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD) ausgedehnt und bietet nun ggf. Patienten in Großbritannien, Deutschland und in der Schweiz eine neue Therapieoption für diese visusbedrohende Erkrankung.

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"Diese onkologische Indikation beweist die Vielzahl der Möglichkeiten, die sich durch die Eigenschaften der IRay-Plattform ergeben", so Oraya-Geschäftsführer Jim Taylor. "Während das Hauptaugenmerk von Oraya auch weiterhin der Behandlung bei feuchter AMD gilt, setzen wir unsere Bemühungen fort, auch andere Einsatzgebiete dieser Technologie zu identifizieren und zu bewerten, von denen Patienten und Kliniker profitieren können."
 
Im Gegensatz zum intraokularen Melanom können Metastasen der Aderhaut schnell wachsen und bedürfen ggf. einer schnellen Behandlung, um dem Visusverlust vorzubeugen. Obwohl eine Chemotherapie möglich ist, wird die Bestrahlung in der Regel bevorzugt - entweder mit der Plaque-Brachytherapie, der externen Strahlentherapie oder invasiv unter Verwendung von Eingriffen mit therapeutischen Schemata, die über mehrere Tage oder Wochen hinweg angewandt werden. 
 
Bei dem IRay-Radiotherapie-System kommt eine roboterpositionierte niederenergetische Röntgenquelle zum Einsatz, mit der im Rahmen eines 15- bis 20-minütigen nicht invasiven Eingriffs eine genaue Strahlendosis an die Rückwand des Auges abgegeben wird. Aufgrund der stereotaktischen Bestrahlung und Verwendung niederenergetischer Röntgenstrahlen ergibt sich bei Metastasen der Aderhaut so die Möglichkeit für eine Therapie ohne Operation und ohne die damit verbundene Belastung des Patienten aufgrund mehrerer Therapiesitzungen.
 
"Die Genauigkeit und Unkompliziertheit der Oraya-Technologie bieten im Vergleich zu Alternativen potenzielle Vorteile", so Prof. Dr. Norbert Bornfeld, Professor für Ophthalmologie und Direktor der Abteilung für Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts an der Universität Essen. "Es besteht hier für uns eine echte Gelegenheit, diese Technologie weiter auszubauen, um unseren klinischen Therapieschatz sinnvoll erweitern zu können."
 
Professor Ian Rennie, M.B., ChB, F.R.C.S., Ophthalmologe in beratender Funktion beim Sheffield Hospitals NHS Foundation Teaching Trust in Großbritannien und Experte für Krebserkrankungen des Auges, sagt hierzu: "Ich begrüße diese Entwicklung, da so diese Art der Strahlentherapie für die Behandlung bestimmter visusbedrohender Tumore weiter bewertet werden kann. Wenn sich diese Modalität bewährt, wäre sie eine einfache und sichere Alternative zu herkömmlichen Strahlentherapien."
 
"Prof. Bornfeld und Prof. Rennie sind weltweit angesehene Experten im Bereich der Augenbestrahlung und haben Oraya wertvolle fachliche Unterstützung geliefert", so Taylor. "Wir haben das Glück, so eng mit beiden zusammenarbeiten zu können, und freuen uns auf weitere Entwicklungen, mit denen die Möglichkeiten des IRay-Systems weiter vorangetrieben und ausgebaut werden können."
 
Das IRay-Radiotherapie-System von Oraya erhielt die CE-Kennzeichnung für die Behandlung bei feuchter AMD im März 2010. Das Unternehmen begann 2014, die Oraya-Therapie aktiv zu vermarkten. Die Oraya-Therapie steht jetzt in 11 Therapiezentren in Deutschland, Großbritannien und in der Schweiz zur Verfügung. Ebenso viele neue Zentren sind in Planung. Im Dezember 2014 unterzeichneten die Carl Zeiss Meditec AG und Oraya ein Kooperationsabkommen, unter dem Carl Zeiss Meditec Oraya bis zu zwei Jahre lang bei der Implementierung der Wachstumsstrategie von Oraya und insbesondere bei der Entwicklung des europäischen Marktes finanziell unterstützen wird.
 
Medizinische Versorgungszentren des Universitätsklinikums Köln, Klinik für Augenheilkunde
Prof. Dr. Bernd Kirchhof
http://augenklinik.uk-koeln.de/de
 
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Augenheilkunde
Prof. Dr. Salvatore Grisanti
http://www.uksh.de/augenklinik-luebeck/index.html
 
Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Augenheilkunde, Sektion für retinale Erkrankungen
Prof. Dr. Hansjürgen Agostini
http://www.uniklinik-freiburg.de/augenklinik/augenklinik/retinologie.html
 
Universitätsklinikum Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Klinik für Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts
Prof. Dr. Norbert Bornfeld
http://augenklinik.wtz-essen.de/

Quelle: Oraya


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