Samstag, 5. Dezember 2020
Navigation öffnen
Medizin

ASCO 2018: Neue Daten zur First-Line-Therapie von ALK-positivem NSCLC

10. Juli 2018 Mit Alecensa rund drei Jahre progressionsfrei

Eine First-Line-Therapie mit Alecensa®▼ (Alectinib) geht für Patienten mit ALK-positivem NSCLC mit einem progressionsfreien Überleben (PFS) von fast drei Jahren einher (1). Das zeigen die auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellten Follow-up-Daten der Zulassungsstudie (ALEX) (1). Verglichen mit einer Crizotinib-Therapie bedeutet das ein mehr als dreimal so langes PFS – und zwar unabhängig davon, ob bei Diagnose Hirnmetastasen vorlagen (1).
Seit Dezember 2017 ist Alecensa für die First-Line-Therapie des fortgeschrittenen, ALK-positiven nicht-klein-zelligen Bronchialkarzinoms zugelassen (2). Entscheidend waren die Ergebnisse der Phase-III-Studie ALEX, in der sich Alecensa – im direkten Vergleich zu Crizotinib – als deutlich effektivere und verträglichere Behandlungsoption erwies (3). „Die neuen Daten sprechen für sich und bestätigen erneut, dass wir mit Alecensa einen neuen First-Line-Standard beim ALK-positiven NSCLC haben“, folgerte Prof. Dr. Jürgen Wolf, Köln, mit Blick auf das Daten-Update.

Signifikant überlegene Wirksamkeit

Das durch die Prüfärzte bewertete mediane PFS beträgt unter Alecensa 34,8 Monate (95%-KI: 17,7 Monate   n. e.) vs. 10,9 Monate unter Crizotinib (95%-KI: 9,1 - 12,9 Monate, s. Abb. 1). Die Wahrscheinlichkeit, dass es unter Alecensa zu einer Krankheitsprogression kam, war verglichen mit Crizotinib mehr als halbiert (HR = 0,43, p < 0,0001) (1). Zudem belegen Subgruppenanalysen einen signifikanten Wirksamkeitsvorteil von Alecensa für alle größeren Subgruppen (1). „Auch der hohe protektive Effekt auf ZNS-Metastasen ist ein entscheidender Vorteil für Patienten und bedeutet mehr Lebensqualität während der Behandlungszeit“, erläuterte Wolf.

Überlegener Schutz vor ZNS-Metastasen

In der Studie reduzierte Alecensa das Risiko, dass Hirnmetastasen entstehen oder dass bestehende progredient werden, signifikant um 84% (HR = 0,16, 95%-KI: 0,10 - 0,28; p < 0,0001) (3). Und die kumulative 12-Monats-Inzidenz für eine Progression im ZNS betrug bei Patienten ohne ZNS-Metastasen zu Therapiebeginn nur 4,6%, (vs. 31,5% unter Crizotinib) (4). „Damit ist Alecensa auch bei Patienten ohne ZNS-Metastasen das First-Line-Therapeutikum der Wahl“, so Wolf.

Alecensa ist sicher und verträglich, neue Sicherheitsaspekte wurden nicht beobachtet. Trotz einer deutlich längeren medianen Therapiedauer (27,0 Monate vs. 10,8 Monate unter Crizotinib) traten unter Alecensa weniger Nebenwirkungen vom Grad 3-5 auf (45% vs. 51%) (1).
 
Abb. 1: Signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens unter Alecensa (mod. nach 1)
Lupe
Grafik über progressionsfreies Überleben unter Alecensa

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Camidge DR et al. “Updated efficacy and safety data from the global phase III ALEX study of alectinib (ALC) vs crizotinib (CZ) in untreated advanced ALK+ NSCLC.” ASCO-Congress 2018, 01.-05.06.2018, Chicago (USA), Poster Board: #366; Abstract #9043.
(2) Fachinformation Alecensa®; Stand: März 2018
(3) Peters S et al. N Engl J Med 2017; 377:829-838
(4) Gadgeel S et al. 1298O_PR, ESMO 2017, 8.-12.9.2017, Madrid (Spanien)


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mit Alecensa rund drei Jahre progressionsfrei"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab