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Medizin

25. September 2020 NEPA schützt auch i.v. wirksam vor CINV

Die Fixkombination Netupitant/Palonosetron in Kombination mit Dexamethason bietet eine effektive Prävention der akuten und verzögerten Chemotherapie-induzierten Nausea und Emesis (CINV) – in der neuen intravenösen Darreichungsform ebenso wie in der bewährten oralen Form.
 
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„Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen gehören zu  den am stärksten belastenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie“, betonte Dr. phil. Elisabeth Jentschke, die Leiterin des psychoonkologischen Dienstes am Uniklinikum Würzburg. Intensität und Dauer der CINV sind u.a. abhängig von der eingesetzten Therapie und individuellen Faktoren (1). Abhängig vom zeitlichen Auftreten werden 3 CINV-Formen unterschieden: antizipatorisch (Beginn Chemotherapie), akut (Ende Chemotherapie bis 24 h nach Chemotherapie) und verzögert (24-120 h bzw. 5 Tage nach der Chemotherapie (1).

Während akute CINV-Episoden seit Einführung der ersten Generation der 5-HT3-Antagonisten für die meisten Patienten vermeidbar sind, bleibt die verzögerte CINV häufig eine Herausforderung, erklärte Dr. med. Andreas Gröschel, Münster. Als wirksame Optionen zur Emesisprophylaxe bei Cisplatin-haltiger hoch (HEC) und moderat emetogener Chemotherapie (MEC) empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ Netupitant plus Palonosetron (NEPA, Akynzeo®) in Kombination mit Dexamethason (1).

Bewährt im klinischen Alltag

Real-World-Daten der AkyPRO-Studie bestätigen die positiven Eigenschaften der oralen Fixkombination, erklärte Dr. Jörg Schilling, Berlin. Bei 2.427 Patienten mit unterschiedlichen Krebserkrankungen trat bei mehr als 83% während 3 Chemotherapiezyklen keine Beeinflussung des Alltags durch Erbrechen auf – unabhängig davon, ob sie mit HEC- oder einem MEC-Regime behandelt wurden (2). Die Effektivität wurde von dem Großteil der Ärzte als gute oder sehr gut bewertet.

Intravenös als Infusion

Viele Chemotherapie-Patienten leiden unter einer Mucositis und Schluckschwierigkeiten (1). „Ihnen fällt es oft schwer, Medikamente  oral einzunehmen“, erklärte Prof. Meinolf Karthaus, München. Für diese Betroffenen steht NEPA zur intravenösen Anwendung als Infusion für  den deutschen Markt  zur Verfügung (3). Die neue Darreichungsform erwies sich als gleich gut wirksam in der Prävention der Chemotherapie-induzierten Nausea und Emesis wie die orale Darreichungsform und zeigte ein vergleichbares Nebenwirkungsprofil (4).

Dr. med. Kirsten Westphal

Quelle: Virtuelle Veranstaltung „Interdisziplinärer Onkologietalk: Übelkeit und Erbrechen unter onkologischen Therapien – Mythos oder Realität“, 27.08.2020; Veranstalter: Riemser

Literatur:

1. S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen. AWMF-Registernummer: 032/054OL
2. Karthaus M et al.  Future Oncol 2020; 16: 939–53
3. Fachinformation Akynzeo® i.v., Stand: Juni 2020
4. Schwartzberg L et al. Ann Oncol 2018; 29: 1535–40


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