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Medizin

09. August 2017
Seite 1/2
Nährstoffversorgung bei Krebspatienten beeinflusst Therapieerfolg

Bis zu 67% der Krebspatienten sind mangelernährt (1) – mit schweren Folgen. Denn aktuelle Studien zeigen, dass die Nährstoffversorgung direkten Einfluss auf den Therapieerfolg und die Lebensqualität der Patienten nehmen kann (2) Dennoch findet das Thema Ernährung – parenteral und enteral - in der Onkologie noch wenig Eingang in die therapeutische Praxis. Baxter informierte Ende Juni im Rahmen der Fortbildungsreihe der International Conference for Advancing Nutrition (iCAN) Ärzte über den aktuellen Forschungsstand und die Implikationen für die Praxis.
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Ein schlechter Ernährungszustand kann den Therapieerfolg bei Krebspatienten behindern: Mangelernährung ist mit erhöhter Mortalität, mehr behandlungsbedingten Nebenwirkungen und einem schlechteren Ansprechen auf Krebstherapien assoziiert. Hinzu kommen eine eingeschränkte physische Aktivität und insgesamt eine verringerte Lebensqualität sowie eine geringere Überlebenswahrscheinlichkeit. Experten gehen davon aus, dass die Aufrechterhaltung der normalen Immunfunktion hierbei maßgebend ist (2). „Die adäquate Ernährung von Krebspatienten ist nicht nur unterstützend zur Krebstherapie, sondern selbst als Therapie anzusehen“, betonte Prof. Dr. Elisabeth De Waele, Brüssel.

Dabei kommt es nicht auf das Körpergewicht allein an – vielmehr spielt der Muskelabbau im Verlauf der Erkrankung eine entscheidende Rolle und geht mit einer erhöhten Mortalitätsrate einher (3). So konnte auch in Studien gezeigt werden, dass die Zeitspanne bis zur Tumorprogression bei Patienten mit Sarkopenie kürzer war als bei Patienten ohne Sarkopenie (4).

Leitliniengerechte Nährstoffversorgung

Die aktuellen Leitlinien der European Society for Clinical Nutrition and Metabolism (ESPEN) gehen von einer benötigten Kalorienzufuhr von 25 bis 30 kcal/kg und einem Proteinbedarf von 1 bis 1,5 g/kg pro Tag aus (5). Dabei kann die Nährstoffaufnahme enteral via Sonde erfolgen oder, abhängig von der gastrointestinalen Funktion, parenteral. „Hier müssen wir auch die Präferenz des Patienten mit einbeziehen, der häufig eine parenterale gegenüber der enteralen Therapie vorzieht“, erläuterte Prof. Dr. Ingolf Schiefke, Leipzig.

Die parenterale Ernährung kann auch zu Hause eingesetzt werden. Bei der Palliativversorgung von Krebspatienten wurden in Studien sogar bessere Überlebensraten erzielt (6). „Ob die Vorteile dieser Therapie für einen Patienten die Risiken überwiegen, sollte von Fall zu Fall entschieden werden“, so die Einschätzung von Prof. Dr. Paolo Cotogni, Turin. Baxter hat zur parenteralen Ernährung den Dreikammerbeutel Olimel® entwickelt, der eingesetzt werden kann, wenn eine orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontraindiziert ist (7) – wie beispielsweise bei Kurzdarmsyndrom, Stenosen im Magen- und Darmtrakt, schwerer Kachexie bei Krebspatienten. Die Lösungen bieten optimale Voraussetzungen für eine adäquate Nährstoffversorgung der betroffenen Patienten:

Die olivenölbasierte Lipidemulsion beeinflusst die Immunfunktion nicht, ist inflammatorisch neutral und kann das Risiko von Lipidperoxidation reduzieren. Es gibt zudem Hinweise auf eine verringerte Infektionsrate verglichen mit sojabasierten Produkten (8, 9, 10, 11, 12, 13,1 4).
Eine hohe Proteinkonzentration im Verhältnis zu Glucose und Flüssigkeit entspricht den Empfehlungen der aktuellen Leitlinien (15, 16, 17, 18).
Mikronährstoffe sollten nach einem Kompatibilitätscheck patientenindividuell zugefügt werden (15).

 
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