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Medizin
31. Mai 2013

Mundhöhlenkrebs trifft Frauen zunehmend häufiger - Studie belegt geschlechtsabhängige Unterschiede

Immer mehr in aller Munde: Das so genannte Plattenepithelkarzinom, ein metastasierender Tumor, der bisher häufig bei Männern beobachtet wurde. Eine neue Studie belegt, dass das Plattenepithelkarzinom nun auch häufiger in der Mundhöhle bei Frauen auftritt, und gibt Aufschluss über die Häufigkeit von Rezidiven und Metastasierung. Die Studienergebnisse wurden jetzt erstmals im Rahmen des 63. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) vom 22.- 25. Mai 2013 in Essen vorgestellt.

Das Spezialistenteam um Prof. Dr. Dr. Michael Ehrenfeld und Prof. Dr. Dr. Carl-Peter Cornelius von der Klinik und Poliklinik für MKG-Chirurgie, LMU München, analysierten die Daten von 230 Männern und 210 Frauen mit einem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle (SCC), die im Zeitraum von 1998 bis 2011 in der Münchner Klinik behandelt wurden. Verglichen wurden dabei unter anderem die individuellen Risikofaktoren, Ansiedlung des Tumors, Auftreten von Rezidiven, Metastasen und die Überlebenszeit.

68% der Männer und 41% der Frauen rauchten regelmäßig, 66% der Männer und 37% der Frauen tranken regelmäßig Alkohol. 15% der Männer und 36% der Frauen mit SCC hatten weder Tabak noch Alkohol als Risikofaktor. Bei Männern trat das Karzinom am häufigsten am Unterkieferkamm auf, bei Frauen war vorrangig der vordere Mundboden betroffen. Rezidive traten bei 38 Männern und 29 Frauen auf, von Metastasen waren 14% der Männer und 19% der Frauen betroffen.

Fazit:
Die Studie belegt ein deutlich erhöhtes Auftreten von SCC bei Frauen auch ohne die bisher klassischen Risikofaktoren wie Alkohol und Nikotin.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)


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