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Medizin

13. Juni 2015 EHA 2015: Multiples Myelom: Stark vorbehandelte Patienten profitieren am meisten von Histondeacetylase-Inhibitor

In der Phase-III-Studie PANORAMA-1 hatte der Pan-Deacetylase-Inhibitor Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem multiplem Myelom die mediane progressionsfreie Überlebenszeit gegenüber der Zweierkombination Bortezomib/Dexamethason um rund vier Monate signifikant verlängert. Beim 20. Kongress der European Hematology Association wurden die Ergebnisse von Subgruppenanalysen vorgestellt, die belegen, dass diese Wirkung unabhängig von der Art der Vorbehandlung ist, dass aber die Tiefe des Ansprechen auch dessen Dauer bestimmt.

In einer der Analysen betrachtete Hermann Einsele, Würzburg, die Vorbehandlungen der Patienten. Beim medianen progressionsfreien Überleben ebenso wie beim Ansprechen sowie bei den Komplettremissionen war die Gruppe, die in der Studie Panobinostat bekommen hatte, in jedem Fall überlegen, egal welche Therapien die Patienten vorher erhalten hatten. Während die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens bei den Patienten, die in der Vortherapie einen Immunmodulator oder einen Immunmodulator und Bortezomib bekommen hatten, bei beinahe fünf Monaten lag, war sie bei denen, die mindestens zwei Vortherapien und darunter diese beiden Substanzklassen erhalten hatten, mit fast acht Monaten (12,5 vs. 4,7 Monate) noch erheblicher deutlicher (Hazard Ratio 0,47; 95%-Konfidenzintervall 0,32–0,72). Von der Einführung einer neuen Substanzklasse profitieren also insbesondere die Patienten, die gegen die bisher modernsten Myelom-Medikamente resistent geworden sind.

In einer weiteren Analyse der PANORAMA-1-Daten fand Philip Moreau, Nantes, dass mehr Patienten unter Panobinostat als im Placebo-Arm eine komplette (CR) oder eine beinahe komplette Remission (nCR) erreichten (27,6% vs. 15,7%; p = 0,00006). Bei diesen Patienten war die Dauer des Ansprechens im Panobinostat-Arm gegenüber dem Placebo-Arm verlängert (median 18,4 vs. 14,5 Monate), ebenso bei denen mit sehr guter partieller Remission (13,1 vs. 10,9 Monaten), während bei Patienten mit einfacher partieller Remission keine Überlegenheit zu erkennen war (9,0 vs. 8,8 Monate). Das, so Moreau, spricht entschieden dafür, in der Therapie des multiplen Myeloms auf das Erreichen möglichst tiefer Remissionen zu setzen.
jg


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