Freitag, 27. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Myelofibrose
Myelofibrose
 
Medizin

29. Mai 2019 Multiples Myelom: Neue Triplett-Regime bieten Vorteile in der Erstlinie

Die Europäische Kommission hat 2 neue Triplett-Regime zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen, die auf Lenalidomid und Pomalidomid basieren.
Anzeige:
Polivy
Kombinationstherapie für nicht transplantierbare Patienten

Lenalidomid (REVLIMID®) ist jetzt in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (RVd) für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom indiziert, die nicht transplantierbar sind. Außerdem ist Pomalidomid (IMNOVID®) jetzt in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (PVd) indiziert für die Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten, die mindestens eine vorausgegangene Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben.

Verkürzte Remissionsphasen in späteren Therapielinien

Die Wahl der Erstlinientherapie ist wichtig (1), da Patienten im weiteren Verlauf der Behandlung zunehmend weniger auf die Therapien ansprechen und die Remissionsphasen in späteren Therapielinien immer kürzer werden (2). Studien haben gezeigt, dass RVd für nicht transplantierbare Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom eine Behandlungsoption darstellt, die die erste Remissionsphase signifikant verlängert (3).

Erstlinie: Kernpunkt der Behandlung

„Für Patienten mit multiplem Myelom ist die Festlegung der Erstlinientherapie ein wesentlicher Aspekt des gesamten Therapieplans“, erklärte Prof. Thierry Facon, Lille, Frankreich. „Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason ist bereits ein Standard in der Behandlung des multiplen Myeloms. Deshalb freuen wir uns über die Optionen mit dem neuen, auf Lenalidomid basierenden Triplett-Regime bei unbehandelten Patienten, die nicht transplantierbar sind.“

Zulassungsstudien

Die Zulassung für die Lenalidomid-basierte Triplett-Kombination RVd beruht auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie SWOG S07773, welche den Einsatz von RVd bei erwachsenen Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom untersuchte. Die Zulassung des Pomalidomid-basierten Tripletts PVd beruht auf den Daten der OPTIMISMM-Studie (4), der ersten prospektiven Phase-III-Studie, die den Einsatz einer Pomalidomid-basierten Triplett-Kombination bei Patienten untersuchte, die zuvor alle mit Lenalidomid behandelt wurden und mehrheitlich (70%) Lenalidomid-refraktär waren. Die Ergebnisse der OPTIMISMM-Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht.

Quelle: Celgene

Literatur:

(1) Liwing J, et al. Br J Haematol. 2014; 164: 684-693.
(2) Kumar SK, et al. Mayo Clin Proc. 2004; 79: 867-874.
(3) Durie B, et al. Lancet. 2017; 389: 519-527.
(4) Richardson PG, et al. Lancet Oncol 2019 May 13. Pii: S1470-2045(19)30152–4. doi: 10.1016/S1470–2045(19)30152–4 [Epub ahead of print].


Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom: Neue Triplett-Regime bieten Vorteile in der Erstlinie "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab