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Medizin

09. März 2017 ENDEAVOR: Rezidiviertes/refraktäres multiples Myelom – Carfilzomib + Dexamethason verlängert OS

Gerade wurden positive Ergebnisse der geplanten Interimsanalyse zum Gesamtüberleben (overall survival, OS) aus der Head-to-Head Phase 3-Studie ENDEAVOR vorgestellt. Die Studie erreichte den sekundären Endpunkt des Gesamtüberlebens und zeigte, dass Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, die mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd56*) behandelt worden waren, 7,6 Monate länger lebten als die mit Bortezomib behandelten Patienten (Vd) (medianes OS 47,6 Monate für Kd versus 40,0 für Vd, HR=0,79; 95 % KI: 0,65-0,96; p=0,01). Der Vorteil beim Gesamtüberleben war unabhängig von einer vorangegangenen Bortezomib-Therapie (HR=0,75 bei nicht vorangegangener Bortezomib-Behandlung; HR=0,84 bei vorangegangener Bortezomib-Behandlung). Die Daten wurden während der late-breaking Abstract Session beim 16. International Myeloma Workshop (IMW) in Neu-Delhi präsentiert.
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„Bei einer unheilbaren Erkrankung wie dem multiplen Myelom haben Onkologen und Hämatologen das wesentliche Behandlungsziel, den Patienten ein möglichst langes Leben zu ermöglichen“, sagte Meletios A. Dimopoulos, M. D., Prof. of Clinical Therapeutics an der National and Kapodistrian University of Athens, School of Medicine. „Auf Basis dieser Daten wissen wir nun, dass Carfilzomib nicht nur das progressionsfreie Überleben im Vergleich zu Bortezomib signifikant verlängerte, sondern ebenso das Gesamtüberleben. Dies stellt einen klinisch bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms dar.“
 
„Diese Ergebnisse bestätigen die Überlegenheit von Carfilzomib gegenüber Bortezomib bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom“, sagte Dr. med. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland. „Ein Überlebensvorteil beim rezidivierten oder refraktären multiplen Myelom ist nur selten nachgewiesen worden. ENDEAVOR ist die einzige Studie, in der ein Überlebensvorteil bei einem Head-to-Head-Vergleich mit einem aktuellen Standardregime gezeigt wurde. Diese Ergebnisse unterstützen weiterhin die Bedeutung von Carfilzomib als Basistherapie bei dieser Patientengruppe.“
 
Das Kd-Regime mit einer Gabe von zweimal wöchentlich 56 mg/m2 Carfilzomib ist unter anderem in der Europäischen Union auf Basis der primären Analyse des progressionsfreien Überlebens in der ENDEAVOR-Studie (1) zugelassen.
 
Unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit der aktualisierten Analyse beobachtet worden waren, stimmten mit den zuvor berichteten Ereignissen aus ENDEAVOR überein. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (≥ 20%) im Carfilzomib-Arm waren Anämie, Diarrhoe, Pyrexie, Dyspnoe, Fatigue, Hypertonie, Husten, Insomnie, Infektionen der oberen Atemwege, periphere Ödeme, Nausea, Bronchitis, Asthenie, Rückenschmerzen, Thrombozytopenie und Kopfschmerzen.

Quelle: Amgen

Literatur:

(1) Dimopoulos MA, Moreau P, Palumbo A et al.
Carfilzomib and dexamethasone versus bortezomib and dexamethasone for patients with relapsed or refractory multiple myeloma (ENDEAVOR): a randomised, phase 3, open-label, multicentre study.
Lancet Oncol. 2016 Jan;17(1):27-38. doi:10.1016/S1470-2045(15)00464-7
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26671818


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