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Medizin

22. Juni 2017 Molekularbiologisches Testverfahren zur sicheren Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Für den molekularbiologischen Test GynTect zur sicheren Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wurde die Jenaer oncgnostics GmbH mit dem Clusterpreis Life Sciences des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2017 ausgezeichnet. Den 2. Platz belegte die MINT Engineering GmbH aus Dresden mit ihrem Photobioreaktor zur Algenproduktion.
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„Mit GynTect steht jetzt ein Test zur frühzeitigen und zuverlässigen Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, eine der weltweit häufigsten Krebserkrankungen von Frauen, zur Verfügung. Darüber hinaus hat die Innovation das Potenzial, die Diagnose weiterer Krebsarten zu revolutionieren“, begründet Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH, die Entscheidung der Jury.

Allein in Deutschland gibt es jährlich 5.000 Erkrankungen. Andererseits erhalten pro Jahr etwa 200.000 Frauen eine auffällige Diagnose beim standardmäßigen „Pap-Test“. Dabei werden Zellen vom Muttermund entnommen und mikroskopisch auf Veränderungen untersucht. Doch die Mehrzahl der so erkannten Vorstufen, sogenannter Dysplasien, heilen von selbst wieder aus. Einen zuverlässigen Nachweis von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen hat die Jenaer oncgnostics GmbH mit dem Test GynTect entwickelt. Er basiert auf dem Nachweis chemischer Veränderungen in der DNA betroffener Zellen. Bei dieser DNA-Methylierung lagert sich eine Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindung an der DNA-Base Cytosin an. Regionen, in denen diese DNA-Methylierung beim Zervixkarzinom gehäuft auftritt, werden mittels GynTect nachgewiesen. Dank der hohen Genauigkeit lässt sich so Gebärmutterhalskrebs frühzeitig und zuverlässig erkennen, was die Therapiechancen erhöht und unnötige Operationen vermeidet. Letzteres ist besonders für Frauen mit Kinderwunsch wichtig, denn eine Operation steigert das Risiko späterer Fehl- und Frühgeburten. Gleichzeitig sinken die Kosten für das Gesundheitssystem. Im Herbst 2016 wurde GynTect europaweit zugelassen. Aktuell wurde bereits eine Kooperation zur Vermarktung auf dem chinesischen Markt geschlossen. Darüber hinaus laufen Studien zum Nachweis weiterer Krebsarten.

Quelle: oncgnostics GmbH


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