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Medizin
22. März 2017

mCRPC: Patienten mit viszeralen Metastasen profitieren von Enzalutamid

Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), deren Metastasen Lunge und/oder Leber betreffen (viszerale Subgruppe, n=204), profitieren von einer Therapie mit Enzalutamid ebenso wie Patienten mit Metastasen ausschließlich in Knochen bzw. Lymphknoten (n=1.513). Das zeigt PREVAIL, eine Studie, die Enzalutamid und Placebo bei Chemotherapie-naiven Männern (Performance Status 0/1) verglich, deren mCRPC unter einer Androgendeprivationstherapie (ADT) fortschritt.
Die Subgruppen-Analysen des prospektiv erhobenen co-primären Endpunkts radiografisch progressionsfreies Überleben (rPFS) zeigen eine Reduktion des Risikos für Progression oder Tod in der non-viszeralen Subgruppe um 82% (Hazard Ratio (HR) 0,18; 95%-KI: 0,14-0,22) und in der viszeralen Subgruppe um 72% (HR 0,28; 95%-KI: 0,16-0,49). Unter Enzalutamid betrug das mediane rPFS non-viszeraler Patienten 14,1 Monate, bei den viszeralen Patienten war es noch nicht erreicht. Unter Placebo lag das rPFS non-viszeraler Patienten bei 4,0 und bei viszeralen Patienten bei 3,6 Monaten. In analogen Studien mit anderen Wirkstoffen, wie z. B. Abirateron, waren Patienten mit viszeralen Metastasen von der Studienteilnahme ausgeschlossen.
 

Quelle: Astellas

Literatur:

Evans CP, Higano CS, Keane T et al.
The PREVAIL Study: Primary Outcomes by Site and Extent of Baseline Disease for Enzalutamide-treated Men with Chemotherapy-naïve Metastatic Castration-resistant Prostate Cancer
Eur Urol 2016;70:675-683
http://www.europeanurology.com/article/S0302-2838(16)00274-8/abstract


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