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Medizin
06. Juni 2019

mCRC: Rechallenge von FOLFOXIRI nach Progress ist sequentiellem Schema mit FOLFOX und FOLFIRI überlegen

In der TRIBE2-Studie wurden Patienten mit nicht-resektablem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) 1:1 randomisiert. In Arm B zeigte eine vorgeplante Interimsanalyse für die erneute Behandlung mit dem Triplett FOLFOXIRI + Bevacizumab als Folgetherapie nach einer ersten Progression (PD1) einen signifikanten und klinisch relevanten Vorteil im progressionsfreien Überleben 2 (PFS2, definiert als Zeit zwischen Randomisierung und zweiter Krankheitsprogression bzw. Tod (PD2), primärer Studienendpunkt) sowie im Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer sequentiellen Therapie zweier Doubletten (FOLFOX und FOLFIRI jeweils gemeinsam mit Bevacizumab, Arm A).
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Nach einem medianen Follow-up von 30,6 Monaten war ein signifikanter Vorteil durch FOLFOXIRI/Bevacizumab für das PFS2 (19,1 vs. 16,4 Monate, HR=0,74; 95%-KI 0,62-0,88; p<0,001), die Ansprechrate (62% vs. 50%; OR=1,61; 95%-KI 1,19-2,18; p=0,002) und das 1st-PFS – also die Zeit zwischen Randomisierung und PD1 – (12,0 vs. 9,8 Monate; HR=0,75; 95%-KI 0,63-0,88; p<0,001) zu beobachten. Zudem hatten die Patienten in Arm B ein signifikant verbessertes OS (27,6 vs. 22,6 Monate; HR=0,81; 95%-KI 0,67-0,98; p=0,033). In der per-protocol Analyse (n=323) war zudem das 2nd-PFS  – die Zeit von Beginn der Zweitlinienbehandlung bis zur PD2 – in Arm B verlängert (6,5 vs. 5,8 Monate; HR=0,76; 95%-KI 0,59-0,97; p=0,024).

Fazit

Die erneute Gabe von FOLFOXIRI/Bevacizumab nach Progress zeigte bei nicht-resektablen mCRC-Patienten einen statistisch signifikanten und klinisch relevanten Vorteil im PFS2 und OS gegenüber der vorgeplanten sequentiellen Gabe von FOLFOX/Bevacizumab und FOLFIRI/Bevacizumab. Ein medianes OS von 27,6 Monaten konnte erreicht werden – trotz eines hohen Prozentsatzes an Patienten mit ungünstigen Prognosefaktoren wie RAS- und BRAF-Mutation, rechtsseitiger Tumor oder synchrone Metastasierung.
 
(übers. v. sk)

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Cremolini C et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr 3508).


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