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Medizin
01. Juni 2017

mCRC: Die RAS-Testung ist Voraussetzung einer personalisierten Therapie

Wird ein metastasiertes kolorektales Karzinom (mCRC) diagnostiziert, so ist eine RAS-Mutationstestung praktisch obligatorisch. Denn der Befund ist wegweisend für die Behandlung und damit auch Voraussetzung einer personalisierten Therapie. Nachdem die prognostische Bedeutung der Tumorlokalisation im Hinblick auf das links- oder rechtsseitige Auftreten erkannt wurde, waren die Testraten zum RAS-Mutationsstatus vorübergehend rückläufig. Die aktuellen Daten des Tumorregisters zu kolorektalen Karzinomen zeigen jedoch einen Trend zur Normalisierung der Testraten, was nach Dr. Norbert Marschner, Freiburg, als positive Entwicklung zu werten ist. Denn der Befund zum RAS-Mutationsstatus ist nach wie vor ein prädiktiver Biomarker, berichtete Marschner. Die Testung wird daher explizit auch in den aktuellen ESMO-Leitlinien (European Society for Medical Oncology), empfohlen. „Wir sollten deshalb nach der Diagnosestellung routinemäßig testen und dann erst therapieren“, so Marschner.
 

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