Dienstag, 11. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Medizin
29. August 2016

mCRC: Ansprechen auf Immuntherapie mit Atezolizumab durch Kombination mit MEK-Inhibitor Cobimetinib

Im Rahmen des 18. ESMO Weltkongresses für gastrointestinale Krebserkrankungen (WCGIC) wurde eine Phase-I-Studie vorgestellt, die zeigen konnte, dass die Kombination einer anti-PD-L1 Immuntherapie mit einem MEK-Inhibitor bei Patienten mit mikrosatellitenstabilem kolorektalen Karzinom (MSS mCRC) ein partielles Ansprechen erreicht.
Anzeige:
Tukysa
Tukysa
 
Bisher zeigte die Immuntherapie nur bei den etwa 5% kolorektalen Tumoren mit einem hohem Level an Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) Wirkung, so die Studienautorin Dr. Johanna Bendell, Nashville, Tennesse (1). Da MSI-H mCRCs eine höhere Anzahl an Mutationen aufweisen, sprechen sie auf eine Immuntherapie mit PD-L1/PD-1-Inhibitoren besser an. Die Mehrzahl der Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom – rund 95% – leidet unter einer Mikrosatelliten-stabilen Erkrankung und sprach bisher fast nicht auf die Immuntherapie an. Obwohl auch die MEK-Hemmung nur minimale Aktivität bei mCRC gezeigt hat, zeigen präklinische Modelle eine intratumorale T-Zell-Akkumulation durch MEK-Hemmung und in Kombination mit anti-PDL1 eine dauerhafte Tumorregression.

In dieser Phase-1b-Studie wurden 23 vorbehandelte mCRC-Patienten (22 mit mutiertem KRAS und 1 KRAS-WT) mit steigenden Dosen des MEK-Inhibitors Cobimetinib (20 mg, 40 mg und 60 mg täglich, 21 Tage „on“, 7 Tage „off“) und 800 mg PD-L1-Inhibitor Atezolizumab i.v. (alle 2 Wochen) behandelt. In der Dosisexpansionsphase wurde 60 mg Cobimetinib und 800 mg Atezolizumab gegeben. Das mediane Follow-up betrug 3,78 Monate.

Eine Abnahme der Tumorgröße von mindestens 30% wurde bei 4 Patienten (17%) beobachtet. 5 Patienten (22%) erreichten eine stabile Erkrankung (SD). Die Dauer des Ansprechens betrug 4,0 bis 7,7 Monate und dauerte bei 3 von 4 Patienten zum Zeitpunkt der Datenauswertung noch an. Die Baseline-PD-L1-Expression beeinflusste das Therapieansprechen nicht. 3 der Patienten mit partiellem Ansprechen wiesen eine Mikrosatellitenstabilität oder eine niedrige MSI auf (keine MSI-H-Patienten). Zudem deuten Biomarker-Daten darauf hin, dass die Kombinationstherapie die Immunantwort verbessert. Nebenwirkungen vom Grad 3 traten bei 8 Patienten (35%) auf. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse aller Schweregrade waren Hautausschlag, Durchfall und Müdigkeit.
Eine randomisierte Phase-III-Studie wurde gestartet, um die Kombinationstherapie bei Patienten mit refraktärem mCRC zu untersuchen.
(übers. v. MA)

 

Quelle: WCGI 2016

Literatur:

(1) Bendell J et al., Ann Oncol 27 (Supplement 2) 2016, LBA-01


Das könnte Sie auch interessieren
Gesundheitliche Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen
Gesundheitliche+Beschwerden+nicht+auf+die+leichte+Schulter+nehmen
Alexander Raths / Fotolia.com

Arzttermine aus Furcht vor dem Coronavirus auf die lange Bank schieben? Davon rät der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ab. Symptome und Schmerzen sollten ernst genommen und vom Arzt abgeklärt werden. In den meisten Fällen wird es sich nicht um eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs handeln. Wenn aber doch, dann ist es besser, sie möglichst früh zu erkennen und, wenn nötig, sofort zu...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"mCRC: Ansprechen auf Immuntherapie mit Atezolizumab durch Kombination mit MEK-Inhibitor Cobimetinib"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.