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Medizin

29. März 2017 Mammakarziom: Wirkung von Everolimus auf Knochenstoffwechsel

Für ihre Arbeit zur Wirkung des mTOR-Inhibitors Everolimus auf den Knochenstoffwechsel und die Entwicklung von Knochenmetastasen bei Brustkrebs haben die beiden am Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus forschenden Nachwuchswissenschaftler Andrew Browne und Dr. Tilman Rachner den „von Recklinghausen-Preis“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) auf der Jahrestagung in Würzburg erhalten.
Knochenmetastasen sind eine schwerwiegende Komplikation fortgeschrittener Malignome. Insbesondere die häufigsten Tumore von Frau und Mann, der Brust- und der Prostatakrebs, neigen zur Metastasierung in den Knochen. Die bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren therapeutische Senkung körpereigener Sexualhormone (Hormonablation) führt zudem zu einem stark gesteigerten Knochenverlust der betroffenen Patienten.

In ihrer Arbeit konnten Andrew Browne und Tilman Rachner zeigen, dass Everolimus einen schützenden Effekt auf den ansonsten beschleunigten Knochenverlust unter Hormonablation beim Östrogenrezeptor-positiven Mammakarzinom hat und gleichzeitig das Tumorwachstum und Auftreten von Knochenmetastasen in präklinischen Mausmodellen reduziert.

Der aus Irland stammende Andrew Browne arbeitet im Rahmen der Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering (DIGS-BB) seit 2014 an seiner Promotionsarbeit im Dresdner "Bone Lab" unter der Leitung von Professor Lorenz Hofbauer und Dr. Tilman Rachner (Medizinische Klinik III). „Die Arbeit ist der verdiente Lohn für einen Fighting Irish Spirit in Kombination mit dem  renommierten Dresdner Clinician Scientist-Programm der Medizinischen Fakultät“, so ein Laudator.

Quelle: Universitätsklinikum Dresden


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