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Medizin
03. Mai 2013

Makrophagenproduktion: M-CSF aktiviert Schalter PU.1 in hämatopoetischen Stammzellen

Ein deutsch-französisches Forscherteam* hat entdeckt, dass hämatopoetische Stammzellen auch in der Lage sind, im Notfall Makrophagen zu produzieren, die der Organismus zur Abwehr von Entzündungen bzw. Infektionen benötigt. Diese Eigenschaft könnte dazu genutzt werden, Patienten mit einer Knochenmarkstransplantation vor Infektionen zu schützen, während sich ihr Immunsystem regeneriert.

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Seit vielen Jahren versuchen die Forscher zu ermitteln, wie bei Stammzellen dieser Prozess der Spezialisierung ausgelöst wird. Michael Sieweke und sein Team haben herausgefunden, dass sie sich nicht in beliebiger Reihenfolge in bestimmte Zellen differenzieren, sondern unter dem Einfluss von internen Faktoren und äußeren Signalen über ihr Schicksal "entscheiden". "Wir haben entdeckt, dass ein biologischer Signalstoff, der während einer Infektion oder Entzündung in großen Mengen vom Körper produziert wird, den Weg für die Stammzellen vorgibt", erklärt Dr. Sandrine Sarrazin, Forscherin am Inserm und Co-Autorin der Veröffentlichung. Der Signalstoff M-CSF (Makrophagen-Kolonien-stimulierende Faktoren) wirkt direkt auf die Stammzellen ein und aktiviert dort den Hauptschalter (PU.1) für einen ganz bestimmten Entwicklungsweg spezieller Blutzellen. Damit kann der Körper direkt auf einen akuten Bedarf reagieren und schneller genau die weißen Blutzellen produzieren, die vor Infektionen schützen.

"Da wir jetzt den Signalstoff kennen, der das Startsignal für die Bildung der Makrophagen gibt, ist es in Zukunft vielleicht möglich, die Blutbildung und damit den Aufbau des Immunsystems künstlich zu beschleunigen, etwa bei Patienten, die eine Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation erhalten", erläutert Dr. Michael Sieweke, Forschungsdirektor am CNRS.

*des Inserm (französisches Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung), des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, unter der Leitung von Michael Sieweke des CIML - Zentrum für Immunologie in Marseille Luminy (CNRS, INSERM, Aix Marseille University),

Quelle: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland


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