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Medizin
02. Februar 2015

Magenkarzinom: Hoher Salzkonsum möglicherweise ein Risikofaktor

Ein Magenkarzinom wird pro Jahr bei 80.000 Menschen diagnostiziert und ist häufig mit einer Helicobacter-pylori-Infektion assoziiert, die Prognose ist schlecht. Forscher gehen davon aus, dass auch übermäßiger Salzkonsum das Risiko für Magenkrebs steigert*, besonders bei vorliegender Helicobacter-Infektion. Möglicherweise lässt Salz das Bakterium stärker wachsen und erhöht dessen Toxizität für die Magenschleimhaut.

Frühe Evidenz aus Japan (Tominaga S, Int J Cancer 1997), legt nahe, dass verminderter Salzkonsum das Magenkarzinom-Risiko sinken lässt. Es sind doppelt so viele Männer wie Frauen von einem Magenkarzinom betroffen, geschätzt bei drei Viertel der Erkrankungen spielt Helicobacter pylori eine Rolle, bei einem Viertel übermäßiger Salzkonsum. Die Europäische Kommission und die europäischen Länder versuchen, den Salzkonsum auf dem Kontinent zu reduzieren. Die WHO rät zu maximal 5 g Salz pro Tag, ein knapper Teelöffel. Allerdings übersteigt der tatsächliche Salzkonsum durch das in Fertiggerichten versteckte Salz diesen Richtwert um ein Vielfaches.
(übers. v. Red.)

*D’Elia L, Rossi G, Ippolito R, et al. Clin Nutr 2012;31(4):489-98.

Quelle: United European Gastroenterology


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