Dienstag, 25. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

19. Oktober 2017 mTNBC: TILs als Biomarker für das Ansprechen auf Pembrolizumab

Da Tumor-infiltrierende Lymphozyten (TILs) beim metastasierten, triple-negativen Brustkrebs (mTNBC) beobachtet wurden und scheinbar eine schon bestehende anti-Tumorimmunität darstellen, könnten TILs ein Biomarker für das Ansprechen auf die Immun-Checkpoint-Blockade sein. In der Phase-II-Studie KEYNOTE-086 wurde deshalb analysiert, ob TIL-Level mit einer Response auf eine Pembrolizumab-Monotherapie bei bereits vorbehandelten Patientinnen mit mTNBC, unabhängig vom PD-L1-Expressionsstatus (Kohorte A), oder bei Frauen mit bislang unbehandeltem, PD-L1-positivem mTNBC (Kohorte B) assoziiert sind. Ergebnis war, dass anhand der TIL-Level Patientinnen mit mTNBC identifiziert werden können, die eine größere Chance haben, auf die Pembrolizumab-Monotherapie anzusprechen, insbesondere im Firstline-Setting.
Anzeige:
Das mediane (IQR) TIL-Level war in Kohorte B signifikant höher als in A (17,5%, (6,2-57,5%) vs. 5% (1-10%), Wilcoxon-Rangsummen-Test p<0,001) und in den archivierten Proben signifikant höher als in den neu gewonnenen (10% (5-40%) vs. 5% (1,2-15%), p<0,001) und in Lymphknoten-Proben signifikant höher als in Nicht-Lymphknoten-Proben (10% (5-50%) vs. 5% (2-15%), p=0,01).

Die objektive Ansprechrate (ORR) von Patienten mit TIL-Level ≥ vs. < Median lag bei 6% vs. 2% in Kohorte A und bei 39% vs. 9% in Kohorte B. Mediane (IQR) TIL-Level von Respondern vs. Non-Responder betrugen 10% (7,5-25%) vs. 5% (1-10%) in Kohorte A und 50% (5-70%) vs. 15% (5-37,5%) in Kohorte B.

Bei den kombinierten Kohorten waren höhere TIL-Level mit einer signifikant verbesserten ORR (Odds Ratio=1,26; 95%-KI: 1,03-1,55; p=0,01) und Krankheitskontrollrate (DCR) (OR=1,22; 95%-KI: 1,02-1,46; p=0,01) assoziiert. Die Fläche unter der ROC-Kurve betrug 0,75 für ORR und 0,69 für DCR. Die PD-L1-Expression korrelierte signifikant mit den TIL-Level (ρ=0,4962; p<0,001).

(übers. v. UM)

Quelle: ESMO 2017

Literatur:

Loi S, Adams S, Schmid P et al.
ESMO 2017, Abstr. LBA_13
https://cslide.ctimeetingtech.com/library/esmo/browse/itinerary/5404/2017-09-09#2Bb3F027L


Das könnte Sie auch interessieren

Geballtes Wissen zu Krebs für alle

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten, finden ausführliche Informationen über...

Klinische Studien in der Krebstherapie – Informationen für Patienten

Klinische Studien in der Krebstherapie – Informationen für Patienten
© Alexander Raths / Fotolia.com

Für Krebspatienten ist die Teilnahme an einer Studie mit der Chance verbunden, frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden zu bekommen, die im klinischen Alltag nicht erhältlich sind. Neue Wirkstoffe bieten viele Chancen, können aber auch unbekannte Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Das ONKO-Internetportal erläutert, welche Arten von Studien es in der Krebstherapie gibt und was Patienten, die sich für eine Studienteilnahme interessieren,...

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum
© karepa / Fotolia.com

Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"mTNBC: TILs als Biomarker für das Ansprechen auf Pembrolizumab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren