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Medizin

18. Januar 2019 mRCC: neue Plattform mit Praxisbeispielen zum optimalen Management der TKI-Therapie

Eine gute Therapiesteuerung trägt entscheidend dazu bei, das Potenzial von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) auszuschöpfen. Die neue Website mRCC-Care.de bietet Informationen zu praxiserprobten Maßnahmen u.a. zur Patientenführung und zum Nebenwirkungsmanagement. Das Portal wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachärzten entwickelt und bietet beispielsweise Video-Tutorials sowie Informationsblätter für Ärzte und Patienten.
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TKIs sind in der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) bis heute unverzichtbar. So wird etwa Sunitinib in nationalen Leitlinien bei Patienten mit allen Risikoprofilen als eine Option der Erstlinientherapie empfohlen, Axitinib nach Vorbehandlung mit Sunitinib oder einem Zytokin (1,2). „Am meisten können Patienten profitieren, wenn sie eine effektive Therapie möglichst lange erhalten können und jede Therapielinie so weit wie möglich ausgeschöpft wird”, betonte Frau Dr. Katrin Bothe, Fachärztin für Urologie und Oberärztin an der imland Klinik Rendsburg (3,4). Dabei komme es v.a. darauf an, die Patienten engmaschig zu führen und Nebenwirkungen vorzubeugen bzw. so zu kontrollieren, dass die Therapie nicht abgesetzt werden muss. Das neue Online-Portal mRCC-Care.de zeigt praxisnah, wie dies gelingen kann.

Die Website ist für Angehörige medizinischer Fachkreise via DocCheck-Login zugänglich. Besucher finden dort Tipps und Vorschläge, wie sie das Arzt-Patienten-Gespräch gestalten können, die Therapie starten, Präventiv- und Supportivmaßnahmen durchführen, die Bildgebung für die Verlaufskontrolle nutzen und Nebenwirkungen managen. Die Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten erstellt – darunter neben Bothe ein Psychologe und eine onkologische Fachkrankenschwester, die in Videos für Patienten hilfreiche Pflege- und Verhaltenstipps gibt.

Viele Themen sind in einer Version für Ärzte und in einer laienverständlichen Variante für Patienten aufbereitet, so etwa die Informationsblätter zur Prävention und Behandlung von Nebenwirkungen. „In der Klinik setzen wir diese Materialien mittlerweile sehr häufig und mit gutem Erfolg zur Aufklärung der Patienten ein”, sagte Bothe. Andere Informationen, beispielsweise zur Dosierungsanpassung oder Unterbrechung einer Therapie mit Sunitinib und zum Management von Nebenwirkungen, richten sich dagegen speziell an Ärzte. „Die Möglichkeit, die Dosierung individuell zu reduzieren oder anzupassen, ist ein Charakteristikum der Erstlinientherapie mit Sunitinib”, kommentierte Bothe. „Neben den Supportivmaßnahmen stellt dies eine wichtige Maßnahme dar, um aus der Therapie ein Optimum an Wirksamkeit und Verträglichkeit herauszuholen.“ Der neue Service könne daher viel dazu beitragen, den Patientennutzen zu maximieren, so Bothe.

Quelle: Pfizer

Literatur:

(1) Onkopedia Leitlinie Nierenzellkarzinom (Hypernephrom), Januar 2018.
(2) S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms, April 2017.
(3) Négrier S. Oncology 2012;82:189-196.
(4) Castellano D et al. Cancer Treat Rev 2013;39:230-240.


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