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Medizin

15. März 2017 Leukämien & Lymphome: Kooperation zur Förderung personalisierter Therapien

Das Münchner Leukämielabor (MLL) ist eine Partnerschaft mit IBM und Illumina, Inc. eingegangen, um einen neuen Prototypen kognitiver Technologie auf den Weg zu bringen und die wissenschaftliche Entwicklung von Therapiemöglichkeiten gegen Leukämie zu unterstützen.
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Die Prävalenz von Leukämien steigt in Europa stetig an und erreicht allein in Deutschland jährlich 15.000 Neuerkrankungen (1). MLL will mithilfe der NovaSeq-Technologie von llumina, dem weltweiten Marktführer in Next Generation Sequencing (NGS), Proben aus mehr als 500.000 Fällen seiner Biobank sequenzieren. Die Forscher am MLL wollen die so erhaltenen Genomdaten, sowie weitere Daten, anschließend mittels IBM Watson analysieren. Im Projekt sollen innovative Testverfahren wie automatisierte Phänotypisierung und Genotypisierung, einschließlich Whole Genome Sequencing (WGS) und Transcriptome Sequencing (RNASeq) bei 5.000 Fällen zum Einsatz kommen.

Letztendlich soll der Prototyp einer Watson-basierten Technologie entwickelt werden, mit dem sich genomische und phänotypische Daten im Kontext der medizinischen Literatur, der Leitlinien und anderer Studienergebnisse besser auswerten lassen, um Ärzten relevante Informationen für die Leukämiebehandlung bereitzustellen. Nach erfolgreicher Entwicklung könnte das Tool in Zukunft auch weiteren Laboren zur Verfügung gestellt werden.

Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach, Mitbegründer und CEO des MLL, sagt: „Wir vom MLL freuen uns darauf, unsere Daten und Kenntnisse mit den kognitiven Computertools von IBM und der neuen Sequenzierplattform von Illumina kombinieren zu können, um so eine neue Forschungsära der Biologie von Leukämien einzuleiten, die in Zukunft mehr personalisierte Behandlungsstrategien ermöglichen soll.“

„Wir wollen als Unternehmen die Gesundheit des Menschen verbessern und begrüßen MLL als unseren ersten europäischen Kunden bei der Einführung der NovaSeq Plattform“, sagt Paula Dowdy, Senior Vice President und General Manager von Illumina Europa, Mittlerer Osten und Afrika. „Die strategische Entscheidung des MLL, dem Whole Genome Sequencing den Weg in die Zukunft zu ebnen und so zur Verbesserung der Gesundheit beizutragen, entspricht auch Illuminas Hauptstrategien zur Verbindung der Genomik mit dem Alltag von Krebspatienten.“

MLL wird Illuminas BaseSpace® Informatics Suite nutzen, um die Optimierung von Analyse, Lagerung, Pflege und Aggregation seiner Daten zu ermöglichen. Der BaseSpace Sequence Hub in Frankfurt wird auch das Management wachsender Datenmengen unterstützen und den Datentransfer zu IBM Watson erleichtern. Durch eine zusätzliche Tertiäranalyse mittels BaseSpace Cohort Analyzer und BaseSpace Correlation Engine sind die Genomdaten des MLL mit anderen klinischen Daten kombinierbar und die Interpretation der Ergebnisse kann verbessert werden.

„Kognitive Computertechnologien helfen Anbietern diagnostischer Leistungen, Erkenntnisse aus den großen Datenpools zu gewinnen und ihre Expertise im globalisierten Markt durch digitale Serviceleistungen anzupassen“, sagt Bart de Witte, Geschäftsbereichsleiter Digital Health von IBM Deutschland. „Diese Forschungskooperation zeigt den weltweit wachsenden Markt zur Entwicklung und Einführung neuer kognitiver Systeme, um die datengetriebenen Herausforderungen im Gesundheitssystem angesichts immerzu steigender Datenmengen zu meistern.“

Quelle: Münchner Leukämielabor

Literatur:

(1) European Leukemia Network: https://www.leukemia-net.org/content/home/index_eng.html


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