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Medizin
11. Oktober 2017
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Leitlinie 2017 zum Mammakarzinom steht kurz vor der Verabschiedung

Leitlinien haben allgemein die Funktion, in allen Phasen einer Krebserkrankung von der Früherkennung über die Behandlung bis zur Nachsorge verbindliche Standards festzulegen. Auch für Patienten wichtige Aspekte wie Information und Aufklärung sind in diesen Richtlinien festgeschrieben. „Ziel ist es, alle Betroffenen gleichermaßen nach dem neuesten Wissen zu behandeln“, betont Prof. Dr. med. Carsten Denkert, Stellvertretender Institutsleiter am Institut für Pathologie am Universitätsklinikum der Charitè in Berlin. Im Bereich der Therapie und Diagnostik beschreibt die Leitlinie zum Mammakarzinom das Vorgehen für drei Situationen: zum einen für den erstmals aufgetretenen, lokal begrenzten Tumor, der durch eine geeignete Therapie oft geheilt werden kann. In einem zweiten Schwerpunkt werden die Behandlungsstandards für einen erneut auftretenden Tumor oder ein Karzinom mit Metastasen festgelegt. In einem dritten Bereich werden Sonderfälle beschrieben. „Hierbei geht es beispielsweise um Krebserkrankungen bei Schwangeren, beim älteren Menschen oder das Mammakarzinom beim Mann“, erläutert Prof. Denkert. Die letzte Leitlinie zur Behandlung von Mammakarzinomen stammt aus dem Jahr 2012. Die neue, überarbeitete Leitlinie 2017 steht kurz vor der Verabschiedung.

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