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Medizin
10. Februar 2017

Leberkrebspatienten für Umfrage gesucht

Eine weltweite Umfrage unter Patienten mit primärem Leberkrebs (HCC) soll helfen, die Lebenssituation der Patienten besser kennen zu lernen und die Therapien zu verbessern.
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Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die sechsthäufigste Krebsart und die zweithäufigste Todesursache bei Krebs. In Deutschland erkranken jährlich etwa 9.500 Menschen neu daran – doppelt so viele wie vor 35 Jahren. Kann der Krebs nicht vollständig durch eine Operation entfernt werden, soll den Patienten durch verschiedene Therapien möglichst lange eine hohe Lebensqualität ermöglicht werden.

Um Patienten in dieser Situation besser helfen zu können, führt ein weltweites Bündnis von Patientengruppen eine Umfrage unter HCC-Patienten durch. Die Patientengruppen, unter ihnen die „European Liver Patients Organisation ELPA“, möchten mehr darüber erfahren, wie sich das Leben der Betroffenen durch die Krankheit und Erfahrungen mit den verschiedenen Therapien verändert. Mithilfe der neuen Erkenntnisse möchten sie Ansatzpunkte für die Verbesserung der Therapie und der Begleitung von HCC-Patienten finden.

In Deutschland koordiniert die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie die Befragung. Die Erhebung läuft noch bis zum 31. März 2017 und ist unter dem Link https://www.hcc-voices.com/de zu finden.

„Primärer Leberkrebs wird meist zu spät erkannt, in einem Stadium in dem oft nur begrenzte Behandlungsoptionen bestehen“, erläutert Prof. Dr. med. Thomas Berg, Leiter der Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig und Mitglied der Expertengruppe SIRT. „Daher ist es wichtig, die Situation der Patienten besser kennen zu lernen und zu verstehen, wie die Krankheit und die Therapien ihr Alltagsleben beeinflussen.“

Die Ergebnisse der Befragung analysiert das Forschungsinstitut „Strategic Sight“ und wertet sie in Zusammenarbeit mit der „Medical Technology Research Group“ an der „London School of Economics“ aus. Noch in der ersten Hälfte des Jahres 2017 sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Die Umfrage ist anonym. Alle Teilnehmer, die eine Zusammenfassung der Ergebnisse erhalten wollen, können aber ihre Mailadressen hinterlassen. Diese wird getrennt von den Antworten gespeichert.

Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie


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