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Medizin

23. September 2016 Online-Beratungsangebot erweitert: Lebensnahe Hilfe für junge Krebskranke

Das JUNGE KREBSPORTAL der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs leistet Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen rund um die Themen Arbeit, Ausbildung, finanzielle Hilfen oder Reha-Maßnahme. Seit dem 22. September 2016 wird das Webportal um den neuen Themenbereich "Veränderungen des Hormonhaushaltes" erweitert.
"Ich habe den Krebs längst überstanden und fühle mich immer noch viel zu kraftlos für den Alltag", klagt Kathrin Kaufmann*, eine junge lebenslustige und beruflich sehr engagierte Frau, die dank einer Chemo- und Strahlentherapie geheilt wurde. "Nach erfolgreichen Therapien erleben viele Patienten eine behandlungsbedingte Veränderung ihres Hormongleichgewichts. Die damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität kann erheblich sein", erklärt Prof. Dr. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.

Die Stiftung hat das bundesweit einzigartige JUNGE KREBSPORTAL vor zehn Monaten aufgebaut. Unter www.junges-krebsportal.de erhalten Frauen und Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren, die an Krebs erkrankt sind oder waren und mit den Folgen der Erkrankung kämpfen, Beratung von ehrenamtlich tätigen Onkologen und Sozialmedizinern.

Neuer Themenbereich "Veränderungen des Hormonhaushaltes" seit 22. September 2016 freigeschaltet

Ab sofort stehen Fachärzte für Endokrinologie und Innere Medizin den jungen Patienten auch bei Fragen zu therapie- und krankheitsbedingten Beeinträchtigungen des Hormonhaushaltes zur Seite. Die Betroffenen können sich online oder per Telefon mit ihren Problemen an die Experten wenden, werden kostenlos und kompetent beraten und erhalten bei Bedarf einen entsprechenden Termin in einer Spezialsprechstunde.

"In Folge von Strahlen- und Medikamententherapien können Störungen der Schilddrüsenfunktion auftreten. Junge Frauen sind häufig durch Einflüsse auf ihren Zyklus oder von einer vorzeitigen Menopause beeinträchtigt. Auch die Produktion des Nebennierenrindenhormons kann als Folge der Medikamente vermindert sein", erklärt Prof. Dr. Georg Brabant vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der gemeinsam mit Dr. Christian Denzer vom Universitätsklinikum Ulm den neuen Themenbereich des JUNGEN KREBSPORTALs leitet.

"Wir sehen im JUNGEN KREBSPORTAL eine wertvolle und moderne Hilfestellung für junge Erwachsene mit Krebs und unterstützen das Leuchtturmprojekt der Stiftung. Bundesweit werden wir uns zunächst mit neun Fachärzten für Innere Medizin und Endokrinologie ehrenamtlich engagieren", ergänzt Brabant.

Patient auf Facebook: "Super Portal mit kompetenter Beratung"

Für die besondere Altersgruppe unter den an Krebs erkrankten Menschen schließt das Beratungsangebot des JUNGEN KREBSPORTALs eine Lücke. Die jungen Patienten sind noch in ihrer Berufsausbildung oder im Studium, haben gerade ihre erste eigene Wohnung bezogen oder sind Eltern kleiner Kinder. Die sozioökonomischen Probleme durch die Krebserkrankung sind oft sehr folgenreich.

"Über 5.000 User haben die Website seit November 2015 aufgerufen. Mehr als 200 junge Betroffene haben das für Patienten niedrigschwellige und durch die Expertise der mehrfach qualifizierten Mediziner hochqualitative Angebot für ihre konkreten Fragen genutzt. Problemstellungen zum Wiedereinstieg ins Berufsleben und zur Karriereplanung stehen für die jungen Menschen, die endlich durchstarten wollen, ganz vorn", erklärt Freund. Zahlreiche Patienten-Feedbacks, wie beispielsweise "Super Portal mit kompetenter Beratung" oder "Dank Ihrer Hilfe habe ich nun den richtigen Reha-Platz gefunden", freuen ihn und die Berater.

Die Arbeit der Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich durch Spenden finanziert. "Mit Ihrer Spende können Sie uns beim Ausbau des JUNGEN KREBSPORTALs konkret helfen", betont Freund.

(* Name geändert. Die angegebene Genderform vertritt im Text beide Geschlechter.)

Quelle: Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs


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