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Medizin

11. März 2020 „Lead and inspire“: Weibliche Führungskräfte in der Onkologie

Die Aufstiegschancen für Frauen im Gesundheitswesen sowie in der biopharmazeutischen Forschung und Industrie sind nach wie vor gering. Mit einer Besetzung von Führungspositionen durch 43% Frauen geht Novartis mit gutem Beispiel voran. Mit der Veranstaltungsreihe „Lead and Inspire – Women in Science“ sollen Möglichkeiten für junge Talente aufgezeigt werden, wie der Aufstieg in Positionen gelingt, in denen sie aktiv Wissenschaft, Klinik und Forschung gestalten können.
Frauen in akademischen Führungspositionen massiv unterrepräsentiert

Über 60% aller Studierenden in der Humanmedizin sind weiblich; im Fach Biologie sind es 65% sowie 50% der Biologie-Doktoranden. Mehr als 50% der Facharztanerkennungen erhalten Frauen. Gleichzeitig sind nur 3% der ärztlichen Führungspositionen in der Inneren Medizin an Universitätskliniken von Ärztinnen besetzt, und nur 19% der Biologie-Professoren sind Frauen. Generell sind lediglich 10% des medizinischen Führungspersonals im deutschen Gesundheitswesen Frauen – und das obwohl über 75% der Beschäftigten weiblich sind (1).

Netzwerk für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Junge und talentierte Frauen für eine Karriere in der Wissenschaft und Medizin – insbesondere in der Onkologie – motivieren und für sie eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung schaffen – mit diesem Anspruch hat Novartis die Networking-Veranstaltung „Lead and Inspire: Women in Science“ ins Leben gerufen. Bei der Auftaktveranstaltung erzählten Frauen in medizinischen Führungspositionen, wie sie individuell den Weg an die Spitze schafften und beantworteten Fragen junger Nachwuchskräfte.

Alleinstellungsmerkmale finden

Dr. Susanne Schaffert, promovierte Chemikerin und Präsidentin von Novartis Onkologie, steht an der Spitze eines forschenden Pharmaunternehmens und möchte ein Vorbild für junge Frauen sein: „Neben Studium und Promotion habe ich eine Ballettschule gegründet. Das habe ich bei meiner Bewerbung erwähnt. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat den Ausschlag gegeben“. Damit bildet Schaffert die Ausnahme und postuliert für Novartis eine unternehmensweite Geschlechterparität bis zum Jahr 2023. Novartis setzt dabei unter anderem auf Mentoring-Programme, eine gezielte Personalentwicklung und flexible Arbeits-Modelle.

Kind und Karriere

Bei der Paneldiskussion beantworteten auch Dr. Sonja Hansen und PD Dr. Uta E. Höpken, beide Delbrück, sowie Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl, Leipzig, die Fragen des Auditoriums. Bei der Frage, wie frau Kind und Karriere bewältigen kann, waren sich alle Wissenschaftlerinnen einig: „Männern wird diese Frage gar nicht gestellt, nur Frauen müssen sich rechtfertigen!“ Viele Fördermöglichkeiten zur Kinderbetreuung seien gar nicht bekannt, so Höpken. „Aber ein Partner, der die Betreuung nicht als „Frauensache“ ansieht und die Arbeit 50:50 teilt, macht vieles deutlich leichter.“ Auch gebe es keinen „guten“ Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen, „sondern eher einen Zeitpunkt, an dem man es sich zutraut“.

Netzwerke knüpfen

Köhl gab außerdem den Tipp, sich schon zu Beginn der wissenschaftlichen Karriere – bereits im Studium – Mentorenprogramme zu suchen und Netzwerke zu knüpfen: „Seien Sie offen, sprechen Sie Leute an, verteilen Sie überall ihre Visitenkarte – Männer tun das ständig, und Sie haben nichts zu befürchten: Mehr als ein Nein kann nicht passieren!“ Männer hätten auch deshalb bei Bewerbungen oft die besseren Chancen, weil sie viel früher anfangen würden, Netzwerke zu knüpfen: „Seien Sie nicht so bescheiden, das sind Männer auch nicht!“, so Köhls Rat. Auch sollte sich frau nie fragen, ob sie eine Stelle nur aufgrund einer Frauenquote oder durch Vitamin B erhalten habe: „Wie Sie Ihre Chance bekommen haben, ist vollkommen egal – Entscheidend ist, dass Sie sie nutzen!“

Bewerbung

Zum Thema Bewerbung gab Hansen wichtige Ratschläge: „Bewerben Sie sich gezielt, nicht beliebig. Und lassen Sie sich nicht von verschlossenen Türen dazu bringen, aufzugeben – machen Sie weiter!“ Auch sollte frau nicht zu bescheiden auftreten: „Setzen Sie sich durch, auch auf die Gefahr hin, einmal nicht positiv anzukommen. Frauen neigen dazu, sich selbst durch zu viel Verantwortungsbewusstsein für andere zu bremsen. Aber wenn eine Frau es erst einmal in eine Führungsposition geschafft hat, ist dieses Verantwortungsbewusstsein für ihre Mitarbeiter ihre größte Stärke“, schloss Köhl.

SM

Quelle: Panel-Diskussion „Lead and Inspire – Women in Science“, 27.11.2019, Berlin; Veranstalter: Novartis Oncology

Literatur:

(1) https://www.mckinsey.com/industries/healthcare-systems-and-services/our-insights/women-in-the-healthcare-industry


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