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Medizin

25. November 2020 Krebspatienten im Krankenhaus: Was tun, wenn keine Besuche möglich sind?

Wegen der Corona-Pandemie sind Besuche im Krankenhaus gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Außerdem stellen sie trotz aller Schutzmaßnahmen ein Risiko für die Betroffenen dar. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Tipps, was Angehörige und Freunde tun können.
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Liegen Patientinnen oder Patienten wegen ihrer Krebserkrankung im Krankenhaus, stellen Besuche von der Familie, Freunden und Bekannten eine wichtige psychologische Unterstützung dar. Aber was tun in Zeiten von Corona? Besuche sind, je nach regionaler Lage, gar nicht oder nur eingeschränkt möglich und stellen trotz aller Schutzmaßnahmen ein Risiko für die Betroffenen dar. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Tipps, was Angehörige und Nahestehende in dieser Situation tun können.

Aufenthalte im Krankenhaus sind oft belastend, erst recht, wenn es sich um eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs handelt. Besonders wertvoll empfinden viele Krebspatientinnen und -patienten in dieser Situation den regelmäßigen Besuch von Familie und Freunden: Ein vertrautes Gespräch bietet die Möglichkeit, Sorgen und Fragen zu teilen. Wiedersehensfreude und menschliche Nähe bauen auf und geben Kraft. Darüber hinaus kann der Austausch über Alltägliches ein Stück Normalität vermitteln und belastende Gedanken zumindest vorübergehend verscheuchen. Das gilt nicht nur für Krebskranke, auch Angehörigen ist der persönliche Austausch beim Umgang mit der Krankheit wichtig

Zunehmendes Problem

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden und werden die Besuchsmöglichkeiten im Krankenhaus zum Schutz der Patienten zeitweise stark eingeschränkt. Eine Maßnahme, die Patienten und ihre Angehörigen gleichermaßen hart trifft. Dr. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums, stellt fest: „Je länger die Pandemie dauert, desto mehr Menschen treibt dieses Problem um.“ Diese Entwicklung bestätigen auch die Ärztinnen und Ärzte des Dienstes, die täglich von 8 bis 20 Uhr telefonisch unter 0800-4203040 oder über die E-Mail-Adresse krebsinformationsdienst@dkfz.de alle Fragen beantworten. Übrigens werden eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten auch außerhalb des Krankenhauses als belastend empfunden. Das zeigt eine aktuell laufende Umfrage des Krebsinformationsdienstes bei Krebspatientinnen und -patienten, die sich mit Fragen an den E-Mail-Service des Dienstes wandten. Viele Teilnehmer geben an, dass ihnen die persönlichen Kontakte sehr fehlten.  

Kein einheitliches Bild

Je nach Bundesland sind die Besuchsregelungen in den Krankenhäusern unterschiedlich und können sich in Abhängigkeit von der Infektionslage jederzeit ändern. Für den Besuch bei Schwerstkranken gelten teilweise Sonderregelungen. Daher empfiehlt es sich, direkten Kontakt zu der behandelnden Klinik aufzunehmen und sich hinsichtlich der Regelungen vor Ort zu informieren. Patienten und Angehörige können sich auch danach erkundigen, ob eine psychoonkologische oder seelsorgerische Begleitung trotz der Corona-Situation möglich ist – gegebenenfalls auch per Telefon.

Soziale Isolation vermeiden

Ist ein Besuch im Krankenhaus nicht möglich, können Alternativen helfen, um in regelmäßigem Kontakt zu bleiben. Dieser kann in Form von fest vereinbarten Telefonzeiten, dem Online-Austausch über Chatdienste und Video oder ganz klassisch per Brief oder Postkarte erfolgen. Falls der Patient oder die Patientin aufgrund der Erkrankungssituation oder einem operativen Eingriff nicht selbst telefonieren kann, sollten Angehörige mit der Station besprechen, wie sie sich nach dem Befinden des Patienten erkundigen können. Im Vorfeld oder während eines Klinikaufenthalts können Familie und Freunde ein „Durchhalte-Päckchen“ zusammenstellen: Ein Foto vom letzten Familienfest, Lieblingslektüre, oder selbstgemalte Bilder und Basteleien der Enkel. „Natürlich ist das nicht das Gleiche, wie ein persönlicher Besuch am Krankenbett, aber es kann doch dazu beitragen, Krebspatienten im Krankenhaus die Situation erträglicher zu machen“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum


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