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Medizin

29. April 2015 Kostenloser Live-Chat zum Thema Kinderwunsch

Am 13. Mai von 19.00 bis 21.00 Uhr können sich Betroffene und Interessierte kostenlosen Expertenrat rund um ungewollte Kinderlosigkeit und therapeutische Möglichkeiten holen. Eine Gynäkologin, ein Embryologe, ein Psychologe sowie ein Rechtsanwalt bilden das Expertenteam, mit dem alle Aspekte rund um den unerfüllten Kinderwunsch besprochen werden können. Viele Patienten haben zum Zeitpunkt beispielsweise einer Krebs-Diagnose ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen.

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Männer und Frauen, die sich erstmals mit diesem Thema beschäftigen, oder auch Patienten, die bereits in Behandlung sind und sich austauschen möchten - alle können sich auf www.expertenchat-fertinet.de kostenlos und anonym informieren. Der Live-Chat bietet die Möglichkeit, Fragen zu stellen, mitzudiskutieren und andere Betroffene kennen zu lernen.

Unerfüllter Kinderwunsch betrifft immer mehr Menschen

In Deutschland sind ca. 15% aller Paare ungewollt kinderlos. Aber nicht nur die Tatsache, dass viele Frauen heutzutage erst in den Dreißigern an eine Familiengründung denken, ist dafür verantwortlich. Schilddrüsenerkrankungen, Veränderungen oder Erkrankungen der Gebärmutter und Eileiter, Krebs, aber auch eine unzureichende Samenqualität des Mannes können einer Schwangerschaft im Wege stehen. Auch hat Über- oder Untergewicht sowie Rauchen einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.Bei einem knappen Drittel aller Betroffenen sind jeweils Mann oder Frau, bei einem Großteil beide Partner von der Unfruchtbarkeit betroffen. Nur bei einem geringen Teil (ca. 10%) lässt sich keine medizinische Erklärung für das Ausbleiben des Nachwuchses finden.

Eine finanzielle Hilfe bei der Behandlung bieten die Krankenversicherungen an. Die Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen, die heutzutage sehr schonend und individuell sind, weisen Erfolgsquoten von bis zu 70% auf. Seit der ersten assistierten Befruchtung vor fast 40 Jahren wurden weltweit ca. 5 Millionen Kinder mit Hilfe der künstlichen Befruchtung geboren. Eine umfassende Aufklärung und Beratung kann unrealistische Vorstellungen verhindern und viele Fragen rund um die Behandlung, ihre Erfolgsaussichten und die Kosten beantworten.

Interessierte können sich entweder vorab registrieren und erhalten im Anschluss eine Zusammenfassung der wichtigsten Fragen und Antworten per eMail zugeschickt. Oder sie loggen sich direkt am 13. Mai um 19.00 Uhr anonym ein.

Netzwerk für onkologische Patienten mit Kinderwunsch

"Viele junge Patienten haben zum Zeitpunkt der Diagnose ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen", so Prof. Strowitzki, Leiter der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen. An der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg können sie sich im Rahmen der Kinderwunschsprechstunde der Abteilung diesbezüglich beraten lassen. Dabei werden immer auch die Onkologen, die später die Krebsbehandlung durchführen, einbezogen. Damit diese Maßnahmen möglichst vielen Krebspatienten mit Kinderwunsch zugänglich sind, wurde 2006 am Universitätsklinikum Heidelberg zudem das Netzwerk FertiPROTEKT (http://www.fertiprotekt.de/) ins Leben gerufen. Dem Netzwerk sind aktuell mehr als 100 universitäre und nicht-universitäre Zentren in Deutschland angeschlossen.

Quelle: MerckSerono


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