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Medizin
10. Juni 2016

Kinder mit chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) profitieren genauso von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten wie Erwachsene

EHA 2016
Bei 20-30% der Kinder, bei denen eine Immunthrombozytopenie (ITP) diagnostiziert wird, chronifiziert diese Erkrankung und ist dann ebenso schwierig zu behandeln wie bei erwachsenen Patienten, so John Grainger, Manchester, bei einem Satellitensymposium im Rahmen des 21. Kongresses der European Hematology Association (EHA) in Kopenhagen. Wenn sie auf eine Erstlinientherapie etwa mit Immunsuppressiva nicht mehr ansprechen, stellt sich die Frage nach einer Splenektomie, die aber heute aus verschiedenen Gründen immer häufiger als kontraindiziert angesehen wird, etwa weil mit einem vermehrten Auftreten thromboembolischer und kardiovaskulärer Komplikationen gerechnet werden muss.
In den beiden pädiatrischen Studien PETIT und PETIT 2 zeigte der Thrombopoetinrezeptor-Agonist Eltrombopag gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bei pädiatrischen Patienten mit chronischer ITP, die zuvor auf Kortikosteroide, intravenöses Immunglobulin oder eine Splenektomie nicht angesprochen hatten oder bei denen diese Therapien nicht angezeigt gewesen waren. Die Ansprechraten auf Eltrombopag lagen in der PETIT-Studie in allen Altersgruppen bei rund 60%, und bei etwa 40% war dieses Ansprechen anhaltend; die Raten waren deutlich höher als mit Placebo. In der Verlängerungsstudie PETIT 2 zeigte sich, dass das Ansprechen der Thrombozytenzahlen für mindestens 36 Wochen anhielt. Im weiteren Verlauf kann die Dosis von Eltrombopag häufig reduziert werden, ohne damit das Ansprechen der Thrombozyten zu gefährden. Wie bei Erwachsenen ist auch bei pädiatrischen Patienten mit chronischer ITP in manchen Fällen eine anhaltende Remission noch nach Absetzen der Therapie zu beobachten, so Grainger.

jg

Quelle: EHA 2016


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