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Medizin

25. Juli 2017
Seite 1/2
Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom zeigt gutes Gesamtansprechen

Auf der Jahrestagung 2017 der Europäischen Gesellschaft für Hämatologie (European Hematology Association, EHA) wurdenErgebnisse aus zwei klinischen Studien der Phase 1/2 zum Proteasom-Inhibitor Ixazomib vorgestellt. Die beiden Studien untersuchten die Anwendung von Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, die sich keiner Stammzelltransplantation (SZT) unterzogen haben (1,2). Bei einem Teil der Patienten folgte auf die Behandlung mit Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason eine Erhaltungstherapie mit Ixazomib als Einzelsubstanz. Ixazomib ist derzeit nicht für die Behandlung des neu diagnostizierten MM oder als Erhaltungstherapie beim MM zugelassen; aktuell testet Takeda in pivotalen Phase-3-Studien die Wirksamkeit und Sicherheit einer Behandlung mit Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason als Induktionstherapie bzw. Ixazomib als Erhaltungstherapie bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (3-5).
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„Trotz der Fortschritte in jüngster Zeit ist das Multiple Myelom nach wie vor ein seltener, unheilbarer Blutkrebs. Wir benötigen dringend weitere Optionen, um für möglichst viele Patienten eine wirksame Therapie und vor allem auch eine nachhaltige Kontrolle dieser Erkrankung zu erreichen“, so Dr. Daniela van Eickels, Head of Medical Affairs, Takeda Oncology Germany. „Die auf der Jahrestagung der EHA vorgestellten Daten aus frühen Studien zum Einsatz von Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid-Dexamethason und auch zur Erhaltungstherapie mit Ixazomib als Einzelsubstanz bei Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom sind für uns ein großer Ansporn, diesen Forschungsweg weiter zu verfolgen“, ergänzte Dr. Michael Böhler, Head of Takeda Oncology Germany.
 
Ansprechraten unter Ixazomib, Lenalidomid und Dexamethason

In einer der beiden Phase-1/2-Studie erhielten 42 Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, die sich keiner SZT unterzogen, einmal wöchentlich oral Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason über bis zu zwölf 28-tägige Induktionszyklen. Bei 25 Patienten schloss sich an die Induktionstherapie eine einmal wöchentliche Ixazomib-Gabe als Erhaltungs-Monotherapie an. Die Behandlung wurde bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder dem Auftreten inakzeptabler Toxizität fortgesetzt (1).

Nach einer medianen Beobachtungszeit von 56 Monaten betrug die Rate für das Gesamtansprechen (ORR) auf die Therapie mit Ixazomib plus Lenalidomid und Dexamethason 80%. Die Rate des kompletten plus sehr guten partiellen Ansprechens (CR+VGPR) lag bei 63% und die Rate des kompletten Ansprechens (CR) bei 32%. Die Patienten erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 25,3 Monaten. Das mediane Gesamtüberleben (OS) war zum Auswertungszeitpunkt nicht erreicht; das geschätzte 3-Jahres-Gesamtüberleben betrug 87% (1).
 
Bei den 25 Patienten, die sich im Anschluss an die Induktionsbehandlung einer Erhaltungs-Monotherapie mit Ixazomib unterzogen hatten, wurden folgende Ansprechraten nach der Erhaltungsphase beobachtet: 100% mit ORR, 32% mit VGPR, 44% mit CR (1).
 
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