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Medizin
05. August 2015

Hohe Inzidenz für diastolische Dysfunktion nach anthrazyklinbasierter Chemotherapie/ Höheres Alter und BMI unabhängige Risikofaktoren

Eine anthrazyklinbasierte Chemotherapie bei Brustkrebs bedeutet gemäß einer in The Oncologist veröffentlichten Studie für die Patienten ein hohes Risiko, eine diastolische Dysfunktion zu entwickeln (1): 57,6% (n=49) der Brustkrebspatientinnen hatten innerhalb von 12 Monaten nach einer anthrazyklinbasierten Therapie Veränderungen im Echokardiogramm, die auf eine diastolische Dysfunktion hindeuten. Bei 27% der betroffenen Patientinnen war diese reversibel. Alter und BMI sind unabhängige Parameter für die Entwicklung einer diastolischen Dysfunktion, weitere Biomarker oder klinische Variablen wurden nicht beobachtet.

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„Dieses Ergebnis zeigt, dass die diastolische Dysfunktion nach anthrazyklinbasierter Chemotherapie häufig auftritt, besonders bei Älteren sowie Patienten mit hohem BMI“, sagte José M. Serrano, Madrid. "Damit wissen wir, welche Patienten von einem intensiveren Monitoring profitieren.“

Patienten über 50 Jahre hatten ein 4fach erhöhtes Risiko für eine diastolische Dysfunktion (p = 0,001). Übergewichtige hatten ein 3fach erhöhtes Risiko (p=0,004), adipöse Patienten ein 7fach höheres Risiko (p = 0,001).
(übers. v. Red.)

Literatur:

(1) José M. Serrano, Iria González, Silvia Del Castillo et al. Diastolic Dysfunction Following Anthracycline-Based Chemotherapy in Breast Cancer Patients: Incidence and Predictors. The Oncologist July 2015 theoncologist.2014-0500. http://theoncologist.alphamedpress.org/content/early/2015/07/07/theoncologist.2014-0500.abstract


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