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Medizin

23. April 2013 Interdisziplinäre Zusammenarbeit am Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum des Universitätsklinikums Frankfurt

In Deutschland erkranken jährlich etwa 73.000 Menschen an einer Krebserkrankung des Darmes und etwa 14.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs - häufig mit tödlichem Ausgang. Entscheidend für den Verlauf ist die richtige medizinische Behandlung. Das Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum am Universitätsklinikum Frankfurt wurde gerade von OnkoZert, dem unabhängigen Zertifizierungsinstitut der Deutschen Krebsgesellschaft, erneut erfolgreich begutachtet. Die Deutsche Krebsgesellschaft bescheinigt dem Frankfurter Zentrum eine vorbildliche Erfüllung der Vorgaben: "Die Kompetenz in den einzelnen Fachbereichen und die sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen eine konsequente leitliniengerechte und individuelle Therapie der Patienten."

Medizinische Versorgung weiter optimiert

Gegenüber der Erstzertifizierung 2008 haben die Prüfer eine noch weitergehende qualitative Professionalisierung ausgemacht. Verbesserungen betreffen sowohl die individuelle Patientenversorgung als auch den weiteren, strukturierten Ausbau von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen. "Hierzu zählen zum Beispiel die Zertifizierung des Gesamtklinikums nach DIN ISO, die strukturierten Empfehlungen der Tumorkonferenzen, aber auch der Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung am Universitätsklinikum", erläutert Prof. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik 1. Die positiven Veränderungen spiegeln sich in einer deutlich gestiegenen Anzahl von Patienten wider, die sich mit der Diagnose einer der beiden Krebserkrankungen am Universitätsklinikum vorstellen. "Die gelebte Interdisziplinarität führt sowohl zu besseren Therapieergebnissen als auch zu einer höheren Patientenzufriedenheit", bestätigt Prof. Wolf-Otto Bechstein, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die Verantwortlichen freuen sich über die Einschätzung der Krebsgesellschaft, dass eine konsequente Weiterentwicklung stattgefunden hat. "Die Gründung des interdisziplinären Darmkrebszentrums vor fünf Jahren war demnach genau der richtige Weg", so Prof. Jörg Trojan, Koordinator des Zentrums.
 
Über das universitäre Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum

Neben dem 2008 gegründeten Darmkrebszentrum besteht seit 2011 ein durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziertes Kompetenz- und Referenzzentrum für chirurgische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, unter der Leitung von PD Dr. Frank Ulrich. Das Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum am Uniklinikum wurde 2011 erstmals von OnkoZert als Einheit zertifiziert. Patienten mit einer Krebserkrankung werden hier in mehrmals wöchentlich stattfindenden, speziellen Tumorkonferenzen besprochen und die für sie beste Therapie von verschiedenen Fachdisziplinen gemeinsam festgelegt. Neben standardisierten Therapien bietet das Universitätsklinikum Frankfurt verschiedene innovative Therapiekonzepte dank der Teilnahme an klinischen Studien.

Der Anspruch an ein zertifiziertes Zentrum ist hoch: Es muss Diagnostik, Therapie und Nachsorge auf medizinisch und wissenschaftlich höchstem Niveau sowie alle Möglichkeiten einer unterstützenden Behandlung aus einer Hand bieten. Die kontinuierliche Einhaltung der fachlichen Anforderungen an zertifizierte Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentren wird jährlich durch das unabhängige Zertifizierungsinstitut OnkoZert überwacht.

Quelle: Klinikum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt


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