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Medizin
04. Dezember 2015

Interdisziplinäre Onkologische Tagesklinik auf dem Ulmer Michelsberg

Anfang November hat die neue Interdisziplinäre Onkologische Tagesklinik (IOT) auf dem Klinikgelände am Michelsberg offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Intensivstation in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wurden in sieben Monaten grundlegend renoviert und modern gestaltet. „Die Eröffnung der IOT ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Onkologie am Standort Ulm“, ist Prof. Dr. Hartmut Döhner, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III und Sprecher des Integrativen Tumorzentrums von Universitätsklinikum und Medizinischer Fakultät (CCCU), überzeugt.

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„Die neue IOT, hervorgegangen aus den ehemaligen ambulanten Chemotherapieambulanzen, bietet eine in sich abgeschlossene Einheit mit drei Behandlungszimmern und insgesamt 19 Behandlungsplätzen in geschützter Atmosphäre und somit abseits vom manchmal hektischen Alltag eines Großklinikums“, erläuterte Prof. Dr. Jens Huober, Oberarzt an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Leiter der IOT. Er ergänzte: „Im Durchschnitt behandeln wir pro Tag 35 Patienten mit systemischen onkologischen Therapien, zu denen hauptsächlich Chemo- und Immuntherapien gehören.“ Die IOT ist als gemeinsame Einrichtung der Ulmer Universitätsmedizin organisatorisch beim CCCU verortet, das als eines von insgesamt nur 13 Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird.

„Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den beteiligten Kliniken und bei der Klinikumsverwaltung für ihre große Tatkraft während der Planungs- und Umbauphase herzlich bedanken. Der Einsatz hat sich gelohnt. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren nun von einem medizinischen Angebot, das mithelfen kann, eine sehr belastende Lebenssituation zu meistern und die Heilungschancen zu optimieren“, sagte Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Prof. Dr. Christian Bolenz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie, und Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, skizzierten die konkreten Vorteile für Betroffene: „Die neue IOT ermöglicht, dass unsere Patientinnen und Patienten in ihrem gewohnten Michelsberg-Umfeld verbleiben können. Die Pendelei zwischen zwei Klinikbergen entfällt. Wirklich entscheidend ist aber die Interdisziplinarität unseres Angebots. Wir sind ständig bestrebt, die bestmöglichen Behandlungsstrategien zu finden, und das geht am besten im Rahmen eines sehr engen und strukturierten Austauschs, an dem viele medizinische Fachdisziplinen beteiligt sind. Die neue IOT ist insofern auch ein Sinnbild modernster Krebstherapie zum Vorteil unserer Krebspatientinnen und -patienten.“

Quelle: Universitätsklinikum Ulm


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