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Medizin
17. Mai 2013

Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung an der Universitätsmedizin Rostock

Das Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung ging aus dem Arbeitsbereich für Vektorologie und Experimentelle Gentherapie hervor. Geleitet wird das neue Institut von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat Brigitte Pützer. "Bereits die Einrichtung des bundesweit ersten Lehrstuhls für Vektorologie vor zehn Jahren durch die Universität Rostock war wegweisend", sagt Prof. Pützer. Das Team von Wissenschaftlern um die Professorin widmet sich der Erforschung molekularer Mechanismen der Tumorentstehung, Metastasierung und Chemoresistenz als Grundlage zur Entwicklung neuer Krebsmedikamente. Das neue Institut ist "ein entscheidendes Signal zur Stärkung der Krebs- und Stammzellforschung im Land Mecklenburg-Vorpommern", so Prof. Pützer.

Im wissenschaftlichen Interesse des Instituts steht die Aufklärung der Ursachen für die bösartige Ausbreitung von Tumoren. "Die Herausforderung, der wir uns jetzt im Kampf gegen Krebs stellen, müssen besteht darin, die für die Aggressivität von Tumoren und deren Therapieresistenz verantwortlichen Gen-Signaturen zu identifizieren und für die individualisierte Krebstherapie klinisch nutzbar zu machen", sagt die Direktorin. In diesem Fachgebiet hat der bisherige Forschungsbereich seit seinem Bestehen erfolgreiche Arbeit geleistet. Mit modernsten biotechnologischen Methoden und durch den Einsatz abgespeckter Viren, so genannter Vektoren, bearbeiten Prof. Pützer und ihre Mitarbeiter Grundfragen der Tumorentwicklung und Metastasierung bei unterschiedlichen Krebsformen in unterschiedlichen vorklinischen Modellen. "Dabei sind Vektoren ein wichtiges Handwerkszeug zur Überprüfung unserer Hypothesen", sagt Prof. Pützer. "Mithilfe maßgeschneiderter Vektoren können wir Krebszellen gezielt ansteuern und ihre Eigenschaften effizient verändern. Dadurch lässt sich die Wirksamkeit unserer Forschungsergebnisse im Tiermodell überprüfen."

Gemeinsam mit den Mitarbeitern wurden mehrere Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben. Diese Drittmittel werden von zahlreichen jungen Biologen und Medizinern in fachübergreifenden Projekten eingesetzt, um zusammen mit anderen Bereichen der Universität Rostock Fortschritte zu erzielen, die auch künftig internationale Anerkennung finden. "Nicht zuletzt lebt unsere Arbeit auch von der engen Anbindung an die klinisch tätigen Ärzte und deren Beobachtungen und Erfahrungen mit Patienten", so Pützer.

Darüber hinaus beteiligen sich Frau Pützer und ihre Mitarbeiter an der Lehre innerhalb der Medizin und dem Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock. "Durch spannende Vorlesungen und Seminare gelingt es uns, junge Menschen für das Fachgebiet und unsere Arbeit zu begeistern", sagt Prof. Pützer. "Auch deshalb bekomme ich viele Bewerbungen um Bachelor-, Master und Doktorarbeiten, so dass wir talentierte und motivierte Mitarbeiter gewinnen können."

Quelle: Universität Rostock


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