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Medizin

10. Februar 2020 Innovationsbündnis gegen Brustkrebs

Um konkrete Ansätze zur Verbesserung der Versorgung von Brustkrebspatientinnen in Nordostbayern ging es bei der öffentlichen Impulsveranstaltung des Innovationsbündnisses gegen Krebs unter Schirmherrschaft der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml mit Vertretern aus Politik, Ärzteschaft, Patienten und Industrie in Nürnberg.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Projektidee „Digitale Onkologie zur integrativen Versorgung von Krebspatienten am Beispiel von Brustkrebs – Personalisierte Prävention, Therapie und Rückfallvermeidung“ (DigiOnko) unter Federführung von Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor des Frauenklinikums und Comprehensive Cancer Centers Erlangen-EMN vorgestellt, das die Versorgung von Brustkrebspatientinnen in der Region Nordost-Bayern nachhaltig verbessern soll. Offizieller Start des Projekts, welches vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefördert werden soll, ist für Sommer 2020 vorgesehen.

Vernetzung durch einheitliche IT-Infrastruktur

Kernelement des Projektes ist die Etablierung einer einheitlichen IT-Infrastruktur, die alle an der Versorgung beteiligten Akteure vernetzen soll.
„Für eine Verbesserung der Brustkrebsversorgung durch eine digitale Medizin ist es essentiell, eine sichere, und reale Betreuungsstruktur zu etablieren, in der es für jede Patientin ein zuständiges Kompetenzteam gibt“, sagte Prof. Dr. Peter A. Fasching, der stellvertretend für Prof. Beckmann das Projekt vorstellte. Die Möglichkeiten der digitalen Datenerfassung und -verarbeitung sollen eine Flexibilität ermöglichen, in der die gesunde Frau und die Patientin das Kompetenzteam ohne Informationsverlust wechseln kann.

Datensouveränität des Patienten

Fasching betonte: „Um dies zu ermöglichen, müssen alle Patienten-bezogenen Daten in eine Datenstruktur gebracht werden, in der sie auf der einen Seite für den Patienten und die direkte Krankenversorgung genutzt werden können, und auf der anderen Seite auch mit Patientendaten anderer Patienten zusammengeführt werden können, um systematische Analysen und Anwendungen der künstlichen Intelligenz durchzuführen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Patient zu jedem Zeitpunkt die Datensouveränität behält und bewusst entscheiden kann, welche Daten zu welchem Zweck und von wem wie genutzt werden.“

DigiOnko

Auch die Impulsgeber der Veranstaltung waren sich einig, dass DigiOnko immense Chancen für die Verbesserung der Versorgung beinhalte. Der rasante Wissenszuwachs über die Erkrankung Brustkrebs hätte die Möglichkeiten für Prävention, Diagnose und Behandlung enorm erweitert. Nichtsdestotrotz gäbe es nach wie vor immer wieder Herausforderungen bei der raschen und nachhaltigen Verfügbarkeit moderner Krebsdiagnostik und -therapie.
Mit der Projektidee DigiOnko präsentierte das Bayerische Innovationsbündnis gegen Krebs damit einen ersten Meilenstein für die Ziele, die sich das Bündnis unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Melanie Huml im Februar 2019 gesetzt hat:
 
  • Bayern zum Impulsgeber für Innovationen in der „Nationalen Dekade gegen Krebs“ machen.
  • Besseren und schnelleren Zugang zu neuen diagnostischen und therapeutischen Verfahren für einen Qualitätssprung in der onkologischen Regelversorgung schaffen.
  • Bürgernahe eHealth-Modelle für eine effizientere und effektivere Krebsbehandlung implementieren.
Initiiert wurde das Bayerische Innovationsbündnis gegen Krebs im Februar 2019 von Novartis Pharma und Siemens Healthineers gemeinsam mit dem Medical Valley. Aus Sicht der Initiatoren hat das Bündnis das Potential, Gesundheitslösungen und medizinischen Fortschritt von der Prävention bis hin zur palliativen Versorgung entscheidend voranzubringen.

Quelle: Novartis


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