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Medizin

12. November 2018 Immunonkologie als 4. Säule in der Krebstherapie: Weitere Klinische Studien zu HNSCC laufen

Fast jeder zweite Deutsche wird im Laufe seines Lebens an Krebs erkranken. Ziel der Forschung ist es, dass im Jahre 2050 niemand unter 80 Jahren mehr an einer Krebserkrankung sterben soll. Die WHO geht davon aus, dass viele Krebserkrankungen vermeidbar wären. Daher spielt Prävention eine Schlüsselrolle. Die Immunonkologie kann das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den Krebs mobilisieren. James P. Allison und Tasuku Honja haben für ihre Erkenntnisse in der bremsenden Wirkung von Molekülen jüngst den Nobelpreis für Medizin erhalten. Sie bringen das Immunsystem dazu, Krebszellen zu attackieren und haben damit vollkommen neue Möglichkeiten in der Krebstherapie eröffnet.
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MSD arbeitet als forschendes Arzneimittelunternehmen intensiv am Fortschritt und der Weiterentwicklung der Immuntherapie. Mit dem Forum Immunonkologie in Berlin möchte MSD dem Bedarf nach interdisziplinärem Austausch nachkommen und den Dialog unterschiedlicher Professionen und Fachrichtungen anregen.

Pembrolizumab als Monotherapie in der Secondline-Therapie

Kürzlich hat der PD-1(Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) die Zulassung zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierendem oder metastasierendem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (Head and Neck Squamous Cell Carcinoma, HNSCC) mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 50%) und fortschreitender Krebserkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie zur Monotherapie erhalten.

Prof. Dr. Andreas Dietz, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Universitätsmedizin Leipzig, gibt auf dem Forum Immunonkologie ein Kongressupdate zu HNSCC: „Bisher gibt es in der Secondline keinen Standard bei den HNSCC“, betont er. Die Studie Keynote-040 (Pembrolizumab gegen die vom Arzt gewählte Standard-of-Care Chemotherapie) war aufgrund ihres sehr ambitionierten Endpunktes negativ. Aber am Schluss habe es einen drastischen Unterschied gegeben. Insbesondere der TPS-50-Score hat zur Zulassung geführt. Er habe gezeigt, dass Pembrolizumab im Kopf-Hals-Bereich als Secondline definitiv wirksam ist, erläutert Dietz.
 
Pembrolizumab in der Firstline

MSD verfügt über eines der größten klinischen Forschungsprogramme im Bereich der Immunonkologie. Weitere Studien zu Pembrolizumab als Firstline-Therapie laufen derzeit. Dietz berichtet von ersten Ergebnissen der Keynote-048-Studie, die auf dem ESMO-Kongress 2018 in München vorgestellt worden sind. „Wir hoffen, dass zukünftig auch weniger vorbelastete Patienten eine Therapie mit Pembrolizumab bekommen können. In der Keynote-048-Studie konnte beeindruckend gezeigt werden, dass es gegenüber dem bisherigen Chemotherapie-Schema sehr robust und beeindruckend ist, wenn ein Patient auf Pembrolizumab anspricht“, meint Dietz. Weitere Daten seien abzuwarten. Er gehe jedoch davon aus, dass es in Teilaspekten den Standard verändern werde.  

Ulrike Tietze

Quelle: Forum Immunonkologie „Fakten. Impulse. Orientierung", 26.10.2018, Berlin; Veranstalter: MSD


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