Samstag, 5. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Vargatef
Vargatef
Medizin

15. März 2018 Hypoxie-Gen-bezogene mRNA-Signatur als prädiktiver Biomarker für biochemisches Versagen und Metastasierung bei Prostatakrebs

Hypoxie ist ein wichtiger regulatorischer Faktor der Tumorgenese und assoziiert mit einer schlechten Prognose. Patienten mit lokal fortgeschrittener Erkrankung mit hohem Risiko machen beim Prostatakarzinom13-21% der Fälle aus und die krebsspezifische 10-Jahres-Überlebensrate dieser Patienten liegt bei 62%. Patienten mit hypoxischen Tumoren könnten von Hypoxie-modifizierenden Therapeutika zusätzlich zur Radiotherapie profitieren. Klinische Begleitbiomarker werden gebraucht, um Patienten zu stratifizieren, die von einer Hypoxie-modifizierenden Therapie zusätzlich zur Radiotherapie profitieren.
Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 
RNA-Seq-Analysen wurden mit Prostatazelllinien (PNT2-C2, PC-3, LNCaP und DU145) durchgeführt, die für 24 Stunden 1% Hypoxie ausgesetzt waren. Eine Prostatakarzinom-Hypoxie-Gensignatur wurde in silico von öffentlich zugänglichen Genexpressionsdatensets und RNA-Seq-Daten abgeleitet. Der Biomarker wurde dann unabhängig validiert in zahlreichen Kohorten von Prostatakarzinom-Patienten mit lokalisierter Erkrankung, die Prostatektomie alleine, Prostatektomie+adjuvante Radiotherapie, Prostatektomie+Salvage-Radiotherapie oder nur definitive Radiotherapie erhielten.
 
In vitro wurde die Hypoxie-induzierbare Expression der Hypoxie-Gensignatur bei 1% und 0,1% Sauerstoff getestet, wobei 21 von 28 Genen durch Hypoxie reguliert waren. Patienten, deren Tumoren als hoch hypoxisch klassifiziert wurden, waren mit signifikant schlechterem biochemischem rückfallsfreiem 5-Jahres-Überleben assoziiert als Patienten, die Prostatektomie alleine, Prostatektomie+adjuvante Radiotherapie und alleinige definitive Radiotherapie erhielten. Bei multivariabler Analyse behielt der Biomarker die Signifikanz nach Korrektur von Störfaktoren wie Gleason-Gruppe, PSA, ein molekularer Klassifikator etc. bei. In einer anderen Kohorte von Patienten, die mit Prostatektomie und Salvage-Radiotherapie behandelt wurden, sagte die mRNA-Signatur das Metastasen-freie Überleben in univariabler und multivariabler Analyse vorher.
 
Die Autoren haben eine de novo mRNA-Signatur basierend auf Hypoxie-regulierten Genen hergeleitet. Der Biomarker sagte konsistent biochemisches Versagen und Metastasierung für Prostatakarzinom-Patienten mit lokalisierter Erkrankung vorher.

(übers. von um)

Quelle: ASCO-GU 2018

Literatur:

Choudhury A et al. J Clin Oncol 36, 2018 (suppl 6S; abstr 5)


Anzeige:
Xospata
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hypoxie-Gen-bezogene mRNA-Signatur als prädiktiver Biomarker für biochemisches Versagen und Metastasierung bei Prostatakrebs"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab