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Medizin
28. April 2021

HSZT: Thiotepa wieder erhältlich

Thiotepa (Thiotepa Riemser®) ist ab sofort wieder in den Stärken 15 mg und 100 mg erhältlich. Durch seine geringe extramedulläre Toxizität (1) und gute Liquorpermeabilität (2-4) ist der Wirkstoff ein Schlüsselelement vieler Protokolle allogener oder autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantationen (HSZT) – und findet damit Einsatz bei Leukämien, Lymphomen und Sichelzellanämie bis hin zu ZNS-Tumoren.
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Deutschlandweit wurden 2019 über 6.500 Stammzelltransplantationen durchgeführt (5). Über 90% davon entfielen auf leukämische und lymphoproliferative Erkrankungen (5). Für diese Patienten bedeutet die Übertragung von Blutstammzellen im Rahmen einer hämatopoetischen Stammzelltherapie oft die einzige Chance auf Heilung.

Ideales pharmazeutisches Profil

Schon seit den 1980er Jahren kommt Thiotepa in der europäischen Union bei der Konditionierung vor hämatopoetischer Stammzelltransplantation (allogen oder autolog) zum Einsatz (6). Der Wirkstoff ist zentraler Bestandteil vieler hämatologischer Stammzelltransplantationsprotokolle zur
Behandlung maligner hämatologischer Erkrankungen (Leukämien, Lymphome und ZNS-Lymphome) und wird auch bei hereditären Anämien wie Thalassämie oder Sichelzellkrankheit eingesetzt (4, 6). Sein pharmazeutisches Profil ist nahezu ideal: antineoplastisch, myeloablativ und liquorgängig. Thiotepa überwindet die Blut-Hirn-Schranke und die Konzentration des Arzneimittels ist im Liquor fast genauso hoch wie im Plasma, wovon insbesondere Patienten mit ZNS-Lymphomen mit einer Hochdosistherapie in Kombination mit Thiotepa gefolgt von autologer Stammzelltransplantation profitieren, nachgewiesen in nationalen und internationalen Studien (3, 7).
Hämatologische Neoplasien: Neue toxizitätsreduzierte Konditionierung bei alloHSZT
© dermatzke / Fotolia.com

3.103 erstmalige allogene hämatopoetische Stammzelltransplantationen (alloHSZT) wurden der europäischen Fachgesellschaft für Blutstammzelltransplantation (EBMT) im Jahre 2017 aus Deutschland gemeldet (1). Mit Treosulfan (TRECONDI®) ist seit August ein neues effektives und toxizitätsreduziertes Arzneimittel für die notwendige vorbereitende Konditionierungstherapie in Deutschland erhältlich.
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Darüber hinaus zeigt Thiotepa nur eine geringe extramedulläre Toxizität auf Organe wie Herz, Lunge, Niere und Leber (1) und ist etabliert in diversen Konditionierungsschemata im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation (8, 9).

Quelle: Riemser

Literatur:

(1) Wolff et al. Semin Oncol 1990; 17 (1 Suppl 3): 2-6.
(2) Heideman et al. Cancer Res 1989; 49 (3): 736-741.
(3) Illerhaus et al. 2016; 3 (8): e388-397.
(4) Fachinformation Thiotepa Riemser, 04/2021.
(5) DRST Deutsches Register für Stammzelltransplantationen (Hrsg.). Jahresbericht 2019. Abgerufen am: 08.03.2021. DRST Jahresberichte.
(6) Europäische Arzneimittelbehörde (EMA). Tepadina (Thiotepa) – Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit. EMA/638722/2014; EMEA/H/C/001046. Abgerufen am: 08.03.2021. www.ema.europa.eu.
(7) Houillier et al. J Clin Oncol 2019 Apr 1; 37 (10): 823-833.
(8) Duléry et al. Biol Blood Marrow Transplant 2019 Jul; 25 (7): 1407-1415.
(9) Sora et al. Biol Blood Marrow Transplant 2020 Apr; 26 (4): 698-703.


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