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Medizin

15. Juni 2020 Hodgkin-Lymphom: PET als Entscheidungshilfe bei der kombinierten Chemo-Strahlentherapie

Seit Jahrzehnten ist die kombinierte Chemo-Strahlentherapie (combined modality treatment, CMT) die Standardbehandlung früher Stadien des Hodgkin-Lymphoms (HL). Die Ergebnisse der CMT hinsichtlich der Lymphomkontrolle sind gut, jedoch bereiten die langfristigen unerwünschten Ereignisse (adverse events, AE) unter der Strahlentherapie in dieser jüngeren Patientengruppe, wie kardiovaskuläre und sekundäre maligne Erkrankungen, Sorgen.
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In der HD17-Studie mit 1.100 Patienten wurde nun mittels FDG-PET (Positronen-Emissions-Tomographie) untersucht, ob bei Patienten, die gut auf eine Chemotherapie ansprechen, auf eine Strahlentherapie im Rahmen der CMT verzichtet werden kann.

Ergebnisse

Die HD17-Studie konnte zeigen, dass der Verzicht auf eine Strahlentherapie bei Patienten, die gut auf eine Standard-Chemotherapie ansprechen, nicht mit dem Verlust der Tumorkontrolle einhergeht. Die meisten Patienten sprechen gut auf die Chemotherapie an und profitieren von dieser Strategie. Die Wirksamkeit erwies sich insgesamt als extrem hoch. Nach 5 Jahren Nachbeobachtung starben nur 2 der 1.100 Patienten an HL, und nur einer starb aufgrund von AEs im Rahmen der Behandlung. Die Mortalität der Patienten unterschied sich in der HD17-Studie nicht von derjenigen der normalen deutschen Bevölkerung.
Fazit der HD17-Studie ist somit, dass das Konzept der CMT bei Patienten mit neu diagnostiziertem HL im Frühstadium ersetzt werden sollte und auf eine Strahlentherapie verzichtet werden kann. Hierfür ist das moderne Diagnoseverfahren PET eine wichtige Entscheidungshilfe.


 

(übers. von ah)

Quelle: EHA25Virtual

Literatur:

Borchmann P et al. Positron Emission Tomography Guided Omission Of Radiotherapy In Early-Stage Unfavorable Hodgkin Lymphoma: Final Results Of The International, Randomized Phase III HD17 Trial By The GHSG. EHA25Virtual, 11.-21.06.2020, Abstract #S101.


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