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Medizin
22. Mai 2013

Hodenkrebs: Weitere Genloci entdeckt

Hodentumoren sind die häufigsten Tumoren bei jungen Männern. Sie neigen stärker als viele andere Krebsarten dazu, gehäuft in bestimmten Familien aufzutreten. Das deutet darauf hin, dass die Entstehung dieser Tumoren durch erbliche Faktoren begünstigt wird.Ein in Nature Genetics erschienener Artikel beschreibt vier neue genetische Varianten, die mit dem Risiko der Entwicklung von Hodentumoren assoziiert sind.

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Prof. Dr. Christian Kratz, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), ist Ko-Erstautor beider Arbeiten. Als mit dem Keimzelltumor assoziierte Genvarianten wurden die folgenden beschrieben:
4q22.2 auf HPGDS
7p22.3 auf MAD1L1
16q22.3 auf RFWD3
17q22 (auf TEX14, RAD51C und PPM1E)

"Dieser Durchbruch war durch die enge internationale Zusammenarbeit vieler Wissenschaftler möglich und hilft uns, die biologischen Vorgänge, die zur Tumorentstehung führen, besser zu verstehen", betont Kratz. Möglicherweise sei diese Entdeckung in der Zukunft auch für die Prävention oder Therapie von Hodenkrebs von Bedeutung.

Hodenkrebs tritt vor allem bei jungen Männern zwischen 20 bis 40 Jahren auf. Er wird meist durch Selbstabtastung entdeckt. Im Schnitt erkranken acht bis zehn von 100.000 Männern. In Deutschland werden jährlich etwa 4.000 Diagnosen gestellt, rund 150 Männer sterben an der Erkrankung.

Literaturhinweis:
Chung CC,Kanetsky PA, Kratz C et al.
Meta-analysis identifies four new loci associated with testicular germ cell tumor
Nature Genetics (2013) doi:10.1038/ng.2634
http://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/pdf/ng.2634.pdf

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover


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