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Medizin

17. Februar 2021 Hochrisiko-nmCRPC: Darolutamid verbessert Therapieergebnis

Neue Daten untermauern den signifikanten Nutzen von Darolutamid (Nubeqa®) bei Männern mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom, die ein hohes Risiko für Metastasenbildung haben (Hochrisiko-nmCRPC): Unabhängig vom Cross-Over zu Placebo zeigte sich ein verlängertes Gesamtüberleben (OS) und ein günstiges Sicherheitsprofil. Die neuen Analysen aus der Phase-III-Studie ARAMIS bestätigen außerdem die gute Verträglichkeit von Darolutamid – auch bei längerer Behandlungsdauer. Die vollständigen Ergebnisse wurden auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU-Kongress) 2021 vorgestellt.
„Beim nmCRPC besteht weiterhin ein ungedeckter Bedarf, besonders was das effektive Management der Krankheit bei geringstmöglicher Belastung durch Nebenwirkungen betrifft“, so Dr. med. Karim Fizazi, Medizinprofessor am Institut Gustave Roussy, Villejuif, Frankreich. „Die Ergebnisse aus diesen Zusatzanalysen sind ermutigend, da sie belegen, dass die Behandlung mit Darolutamid das Überleben verbessert und über einen ausgedehnten Nachbeobachtungszeitraum ein weiterhin günstiges Sicherheitsprofil zeigt. Das bedeutet, dass Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC ihr aktives Leben auch bei längerer Behandlungsdauer beibehalten können.“

Sicherheit und Verträglichkeit am wichtigsten

Weitere auf dem ASCO-GU vorgestellte Daten zum nmCRPC wurden in einer Real-World-Studie erhoben. An Patienten mit nmCRPC, die Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARIs) erhielten, wurde untersucht, inwieweit unerwünschte Ereignisse (UE) einen belastenden Einfluss auf Kliniken und deren Ressourcen haben. Es zeigte sich, dass Sicherheit und Verträglichkeit bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung durch Ärzte und Patienten die wichtigsten Aspekte sind.

Hohes Metastasierungsrisiko

Zudem wurde eine noch laufende Phase-III-Studie vorgestellt. Darin wird die Gabe von Darolutamid bei Androgendeprivationstherapie (ADT) und definitiver oder Salvage-Bestrahlung bei Patienten mit lokal begrenztem Hochrisiko-Prostatakarzinom evaluiert.
Prostatakrebs ist der am zweithäufigsten diagnostizierte Krebs bei Männern weltweit und in Deutschland die zweithäufigste Ursache für krebsbedingten Tod bei Männern. nmCRPC ist dadurch definiert, dass der Tumor zwar noch auf die Prostataregion begrenzt ist, aber nicht mehr auf eine Hormontherapie anspricht. Männer mit nmCRPC führen typischerweise ein aktives Leben ohne Symptome. Dennoch besteht für sie ein hohes Risiko für Metastasen: Etwa ein Drittel der Patienten mit nmCRPC entwickelt innerhalb von 2 Jahren Fernmetastasen.

Future Oncology veröffentlicht Analyseergebnisse der Phase-III-Studie ARAMIS in vereinfachter Sprache

Bayer engagiert sich für eine kontinuierliche Aufklärung, um einer immer breiteren Krebs-Community valide Grundlagen für deren Behandlungsentscheidungen zu liefern. Deshalb wurde in der Fachzeitschrift Future Oncology eine leicht verständliche Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse aus der Phase-III-Zulassungsstudie ARAMIS veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Darolutamide and survival in nonmetastatic, castration-resistant prostate cancer: A patient perspective of the ARAMIS trial“. Ziel der Veröffentlichung ist es, Patienten noch mehr Möglichkeit zur Mitsprache bei Arztgesprächen zu geben und die Bedeutung der Patientenbeteiligung in laufenden klinischen Studien hervorzuheben.

Aktive Patientenbeteiligung

„Sein Leben selbst steuern zu können, trägt enorm zur Lebensqualität eines Menschen bei“, erklärt Joel Nowak, Mitbegründer des amerikanischen Patientenportals Cancer ABCs, der selbst mit Prostatakarzinom lebt und einer der Verfasser des Papers ist. „Ein Weg, dies bei Krebspatienten zu erreichen, ist die aktive Beteiligung des Patienten an seiner medizinischen Versorgung. Diese Veröffentlichung übersetzt die ARAMIS-Zulassungsstudie in eine vereinfachte Sprache, sodass Patienten die Ergebnisse nachlesen und verstehen können. Ich bin der Meinung, dass man durch gezieltere Fragen bessere Antworten bekommt. Insofern könnten diese Informationen dazu beitragen, dass Patienten ihrem Arzt relevante Fragen zu ihrer Behandlung stellen können. Das könnte zu verbesserten Behandlungsergebnissen und letztlich zu einer Verlängerung des Überlebens und Verbesserung ihrer Lebensqualität führen.“

Co-Autor Ian Blue, ebenfalls Prostatakarzinom-Patient und Teilnehmer der ARAMIS-Studie, vergleicht die Recherche nach Therapie-Informationen mit dem Versuch „Wasser aus einem Hydranten zu trinken“. Er sagt: „Diese leicht verständliche Zusammenfassung der ARAMIS-Studie soll Patienten helfen, Zugang zu verständlichen, kondensierten Aufklärungsmaterialien über die voranschreitende Forschung zum nmCRPC zu erhalten. So können sie gemeinsam mit ihren Ärzten auf Grundlage fundierter Informationen zu Behandlungsentscheidungen kommen, die ihnen die Hoffnung auf eine weiterhin gute Lebensqualität geben.“

Quelle: Bayer


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