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Medizin
13. Februar 2013

Hochpräzise Strahlentherapie und interdisziplinärer Behandlungsansatz im Kopf- und Neurozentrum am UKE

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) setzt ab sofort das Novalis® Radiochirurgie Programm für die Strahlentherapie ein. Das neue System unterstützt als zentrales Element die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärzteteams aus den Bereichen Neurochirurgie, HNO und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) mit der Strahlentherapie. Die Kombination aus Linearbeschleuniger, Positionierungssystem und Planungs- sowie Behandlungssoftware ermöglicht eine hohe Präzision und damit ein erweitertes Behandlungsspektrum im Vergleich zu konventionellen Behandlungsmethoden.

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„Mit dem Novalis® Radiochirurgie-Programm legen wir die technologische Grundlage für eine größere Bandbreite an Indikationen in der Strahlentherapie. So können wir zukünftig auch Gefäßmissbildungen und Tumoren an empfindlichen Stellen präzise behandeln“, sagt Prof. Dr. Cordula Petersen, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKE. „Zudem bildet das System die technologische Basis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen aus anderen Fachbereichen.“

Komplexe Fälle im Team besprechen und planen

Das Novalis® Radiochirurgie-Programm kommt insbesondere bei der interdisziplinären Zusammenarbeit im etablierten Kopf- und Neurozentrum zum Einsatz. Ärzte aus den Bereichen Neurochirurgie, HNO und MKG-Chirurgie stimmen sich bei komplexen Fällen über die bestmögliche Behandlung ab. Der fachübergreifende Zugriff auf Bilddaten sowie auf die Planungs- und Behandlungssoftware liefert hierfür eine fundierte Datengrundlage.

„Das neue System bildet sämtliche Arbeitsschritte ab und ermöglicht uns, den kompletten Workflow zur Tumorentfernung auf einer Plattform durchzuführen: von der präoperativen Bildgebung, der Behandlungsplanung und der intraoperativen Überwachung des Eingriffs bis hin zur Markierung von Grenzschnitten in den Bilddaten für Folgebestrahlungen“, erklärt Prof. Dr. Dr. Max Heiland, Direktor der Klinik und Poliklinik für MKG-Chirurgie am UKE.

Präzision, Flexibilität und Zeitersparnis in der Strahlentherapie

Das neue Programm bietet der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie erhöhte Flexibilität: Neben rahmenlosen (1) Bestrahlungen am Kopf kann das System auch für die Körperstereotaxie eingesetzt werden. So kann die gesamte Bandbreite der Strahlenbehandlung abgedeckt werden.

Die Planung und die Durchführung der Bestrahlung nehmen mit dem Novalis® Radiochirurgie-Programm wesentlich weniger Zeit in Anspruch; so verkürzt sich die Behandlung auf 15 bis 20 Minuten. Die Bestrahlungskapazitäten des Klinikums, das nun über insgesamt vier Bestrahlungseinheiten verfügt, steigen deutlich.

Patienten profitieren gleichermaßen wie das medizinische Team vom neuen System. „Die schnelle und nicht-invasive (1) Behandlung mit der neuen Technologie kann die Lebensqualität unserer Patienten erhöhen, und wir gewinnen mehr Zeit für die individuelle Patientenbetreuung sowie unseren Forschungsauftrag“, ergänzt Prof. Petersen. Weltweit nutzen über 300 Kliniken das Novalis® Radiochirurgie-Programm und profitieren von der Erfahrung aus über einer Million Behandlungen.

(1) Bei einigen Indikationen entscheidet sich der Arzt möglicherweise für einen Kopfring.

Quelle: Brainlab


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