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Medizin

22. Juni 2017 HIFU-Ablation bei gutartigen Schilddrüsenknoten zeigt bessere Behandlungsergebnisse als Operation

In einer an der University of Hong Kong durchgeführten Studie wurde erstmals die HIFU-Ablation gutartiger Schilddrüsenknoten mit chirurgischen Verfahren verglichen: Die mit hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) behandelten Patienten zeigten nicht nur eine deutlichere Symptomverbesserung – auch Nebenwirkungen und subklinische Schilddrüsenunterfunktionen traten im Gegensatz zu den operierten Patienten deutlich seltener auf, und die Dauer des Krankenhausaufenthalts war erheblich verkürzt (1). Zudem konnte die nicht-invasive Echotherapie kürzlich einen therapeutischen Meilenstein verzeichnen: Im vergangenen Monat wurde bereits der 1.000. Patient mit der HIFU-Ablation behandelt.
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Alternativ zu den Standardtherapien wie operativen Eingriffen oder der Radiojodtherapie steht auch eine nicht-invasive und schonende Behandlungsform gutartiger Schilddrüsenknoten mit therapeutischem Ultraschall zur Verfügung. Die Echotherapie erfolgt mit dem Echopulse®-System des Medizintechnikherstellers Theraclion – einem führenden Anbieter medizinischer Ultraschalltherapiegeräte – ambulant in einer Sitzung von 20-60 Minuten. Sie kommt ohne Vollnarkose und Schnitt aus, wodurch Narbenbildung sowie operationsbedingte Infektionsrisiken entfallen. Da das Knotengewebe mit HIFU millimetergenau behandelt wird, bleibt die Schilddrüsenfunktion voll erhalten. Studien belegen, dass das Knotenvolumen mit der Echotherapie innerhalb von 12 Monaten um durchschnittlich 68,87% reduziert wird (2).
 
HIFU-Ablation vs. Chirurgie: Echotherapie zeigt deutlich bessere Behandlungsergebnisse

In einer an der University of Hong Kong durchgeführten Studie wurden die Behandlungsergebnisse gutartiger Schilddrüsenknoten mit der nicht-invasiven Echotherapie erstmals direkt mit der chirurgischen Behandlung verglichen (1). 43 Patienten wurden mit hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) behandelt und bei 103 Patienten eine Hemithyreoidektomie durchgeführt. Im direkten Vergleich zeigten die mit der Echotherapie behandelten Patienten eine deutlichere Symptomverbesserung (p=0,009) bei kürzerem Klinikaufenthalt (0,3 vs. 1,0 Tagen, p<0,001). Darüber hinaus traten neben subklinischen Schilddrüsenunterfunktionen (1/43 vs. 21/103, p=0,008) deutlich seltener Stimmbandprobleme auf. „Die Studie bestätigt einmal mehr, dass die Echotherapie nicht nur effektiv das Volumen gutartiger Schilddrüsenknoten reduziert, sondern auch eine vielversprechende und sichere Alternative zur konventionellen Schilddrüsen-Chirurgie darstellt“, kommentiert Michel Nuta, Chief Medical Officer von Theraclion. Die Studie wurde von Dr. Brian Hung-Hin Lang, M.D., Clinical Associate Professor und medizinischer Leiter der Abteilung für endokrine Chirurgie am Queen Mary University Hospital in Hong Kong durchgeführt und die Ergebnisse im März 2017 in der renommierten Fachzeitschrift International Journal of Hyperthermia  veröffentlicht.
 
Therapeutischer Meilenstein: 1.000 Patienten mit der Echotherapie behandelt

Die innovative Methode, die neben der Behandlung gutartiger Schilddrüsenknoten auch bei Fibroadenomen der Brust zum Einsatz kommt, hat sich bereits in der Praxis bewährt: Schon mehr als 1.000 Patienten wurden mit der Echotherapie behandelt – die Hälfte davon innerhalb der letzten 18 Monate. Die HIFU-Ablation wird bereits in Europa und Asien angeboten – mit mehr als 30% der bisher durchgeführten Behandlungen und derzeit elf Behandlungszentren zählt Deutschland zu den wichtigsten Märkten.

Quelle: Theraclion

Literatur:

(1) B. Lang, C. Wong, E. Ma;
Single-session high intensity focussed ablation (HIFU) versus open cervical hemithyroidectomy for benign thyroid nodule: analysis on early efficacy, safety and voice quality
Int J Hyperthermia. 2017 Mar 24:1-7. doi: 10.1080/02656736.2017.1305127
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28540785
(2) B. Lang, Y. Woo, C. Wong
High-Intensity Focused Ultrasound for Treatment of Symptomatic Benign Thyroid Nodules
Radiology. 2017 Apr 18:161640. doi: 10.1148/radiol.2017161640
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28419814


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