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Medizin
09. März 2016

HER2+ mBC: AGO empfiehlt Pertuzumab/Trastuzumab und Trastuzumab Emtansin

Die doppelte Antikörper-Blockade mit Pertuzumab (Perjeta®) und Trastuzumab (Herceptin®) plus Docetaxel sowie das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (Kadcyla®) sollten standardmäßig in der First- bzw. Second-Line-Therapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms eingesetzt werden. Diese Empfehlung erneuert die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) in ihren aktuellen Therapieleitlinien. Beide Therapien werden als jeweils einzige Regime mit dem höchsten Empfehlungsgrad (++) bewertet (1). Grundlage dafür sind die überzeugenden Studiendaten: Sowohl die First-Line-Therapie mit Pertuzumab/Trastuzumab als auch der Second-Line-Einsatz von Trastuzumab Emtansin bietet den betroffenen Frauen die Aussicht auf ein signifikant verlängertes Überleben (2,3).

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Pertuzumab verlängert medianes Gesamtüberleben auf fast 5 Jahre (2)

Für die First-Line-Therapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms empfiehlt die AGO die doppelte Antikörper-Blockade mit Pertuzumab/Trastuzumab plus Docetaxel erneut als einziges Regime mit einem Doppelplus (++) (1). Die uneingeschränkte Empfehlung basiert auf den Resultaten der CLEOPATRA-Studie: In der Phase-III-Studie verlängerte die zusätzliche Behandlung mit Pertuzumab das Gesamtüberleben der betroffenen Frauen gegenüber der alleinigen Behandlung mit Trastuzumab und Docetaxel signifikant um median 15,7 Monate (56,5 vs. 40,8 Monate; HR: 0,68; p<0,001). Das Gesamtüberleben von median fast 5 Jahren ist das bisher längste, das in prospektiven Studien für Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Mammakarzinom in dieser Therapiesituation erreicht wurde (2).

Pertuzumab und Trastuzumab plus Chemotherapie kann gemäß der aktuellen AGO-Empfehlung darüber hinaus für die neoadjuvante Therapie eingesetzt werden (+) (1). Das seit Juli 2015 zugelassene Regime hatte in der NeoSphere-Studie die Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) in Brust und Axilla (ypT0/is ypN0) gegenüber Trastuzumab plus Docetaxel nahezu verdoppelt (4,5).

Hochwirksame Therapie mit Trastuzumab Emtansin in der Second-Line

Die AGO bestätigt zudem Trastuzumab Emtansin als Second-Line-Standard für Frauen, die gegen die HER2-positive Erkrankung bereits mit Trastuzumab und einem Taxan behandelt wurden. Auch das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat wird in dieser Therapiesituation erneut als einzige Substanz mit einem Doppelplus empfohlen (1). Grundlage für die Empfehlung sind die Resultate der Zulassungsstudie EMILIA: Frauen, die mit Trastuzumab Emtansin behandelt wurden, überlebten in der Phase-III-Studie im Median 30,9 Monate – und damit median 5,8 Monaten länger als unter der Kombination Capecitabin plus Lapatinib (25,1 Monate; HR: 0,68; p<0,001) (3).

Weiterführende Informationen zu den aktuellen Empfehlungen der AGO vom 04.03.2016 finden Sie unter http://www.ago-online.de/de/infothek-fuer-aerzte/leitlinienempfehlungen/mamma/.

Quelle: Roche

Literatur:

(1) www.ago-online.de
(2) Swain S et al. N Engl J Med 2015; 372: 724-34
(3) Verma S et al. N Engl J Med 2012; 367 (19): 1783-91
(4) Fachinformation Perjeta®, Stand: Juli 2015
(5) Gianni L et al. Lancet Oncol 2012; 13: 25-32


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