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Medizin

20. Mai 2020 HCC: Vergleich der MAIC-Analyse bestätigt signifikante Verbesserungen des PFS und OS unter Cabozantinib

Im Fachjournal Advances in Therapy wurden Daten aus der MAIC (Matching-Adjusted Indirect Comparison)-Analyse des Vergleichs zwischen Cabozantinib (Cabometyx®) und Regorafenib (Stivarga®) zur Zweitlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Leberzellkarzinom (HCC), die zuvor Sorafenib als einzige systemische Therapie erhalten hatten, veröffentlicht. MAIC ist die erste veröffentlichte Analyse, die Wirksamkeit und Sicherheit zweier wichtiger Zweitlinientherapien beim HCC vergleicht (1).
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Bereits im September 2019 wurde von der Prüfleiterin der MAIC-Analyse, Dr. Robin Kate Kelley, Associate Professor of Clinical Medicine, medizinische Fakultät der Universität von Kalifornien, bei der 13. Jahreskonferenz der International Liver Cancer Association (ILCA 2019) erste Daten aus der Studie vorgestellt (2).

Signifikante Verlängerung des PFS

In der MAIC-Analyse wurden Daten aus den Phase-III-Studien CELESTIAL und RESORCE verglichen. Sie ergab, dass bei der Subgruppe der Patienten unter Zweitlinienbehandlung mit Cabozantinib in der CELESTIAL-Studie, die zuvor Sorafenib als einzige systemische Therapie erhalten hatten, das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um 2,5 Monate verlängerte als Regorafenib (5,6 Monate (95%-KI: 4,9-7,3) vs. 3,1 Monate (95%-KI: 2,8-4,2); p=0,0005)). Das Gesamtüberleben (OS) war mit Cabozantinib zwar nicht statistisch signifikant, aber zahlenmäßig verlängert und betrug im Median fast 1 Jahr (11,4 Monate (95%-KI: 8,9-17,0)) vs. 10,6 Monate (95%-KI: 9,1-12,1; p=0,3474) (1).

Signifikante Verbesserung des OS

In der bereits veröffentlichten randomisierten doppelblinden Phase-III-Studie CELESTIAL bei vorbehandelten Patienten mit HCC wurde mit Cabozantinib im Intent-to-Treat-Gesamtkollektiv (n=707) im Placebovergleich eine signifikante Verbesserung des primären Endpunktes, das mediane OS, erzielt (10,2 Monate vs. 8,0 Monate (HR=0,76; 95%-KI: 0,63-0,92; p=0,005), und das mediane PFS war mit Cabozantinib ebenso signifikant länger (5,2 Monate vs. 1,9 Monate (HR=0,44; 95%-KI: 0,36-0,52; p < 0,001) (3).

Das Auftreten von Nebenwirkungen vom Grad 3/4, von denen mehr als 5% der Patienten betroffen waren, war in den beiden Studien ähnlich, jedoch trat Durchfall bei Anwendung von Regorafenib signifikant weniger häufig auf (p < 0,001) (1).

Quelle: Ipsen

Literatur:

(1) Kelley, R.K., Mollon, P., Blanc, J. et al. Comparative Efficacy of Cabozantinib and Regorafenib for Advanced Hepatocellular Carcinoma. Adv Ther (2020). https://doi.org/10.1007/s12325-020-01378-y
(2) Kelley, R.K., et al. Matching-adjusted indirect comparison of cabozantinib versus regorafenib in advanced hepatocellular carcinoma. Poster/abstract presented at the 13th Annual Conference of the International Liver Cancer Association (ILCA 2019, poster/abstract #P-021). Available at: https://www.ilca-online.org/wp-content/uploads/2019/09/ABSTRACTS-2019-min.pdf. Accessed April 2020.


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