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Medizin
08. Mai 2017
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HCC: Selektive Interne Radiotherapie verbessert Überlebensqualität

Patienten mit fortgeschrittenem, inoperablem hepatozellulärem Karzinom (HCC), die im Rahmen der 459 Patienten umfassenden französischen SARAH Studie in der Regel eine oder zwei Behandlungen mit zielgerichtet auf die Leber wirkenden SIR-Spheres Y-90 Harz-Mikrosphären erhielten, zeigten ähnliche Überlebensraten wie Patienten, denen zweimal täglich eine systemische Standardbehandlung mit Sorafenib verabreicht wurde. Die mit der Behandlung verbundenen unerwünschten Nebenwirkungen wurden allerdings um mehr als die Hälfte reduziert und waren signifikant weniger schwerwiegend. Die auf dem Internationalen Leber-Kongress (The International Liver Congress™) 2017 (1) vorgestellten Daten zeigten zudem eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität.
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Die Ergebnisse, die Auswirkungen auf die Behandlung von jährlich Zehntausenden von Leberkrebspatienten haben könnten, wurden von der Hauptstudienleiterin der SARAH Studie, Frau Professor Dr. med. Valérie Vilgrain, Abteilung für Radiologie, Krankenhaus Beaujon (Hôpital Beaujon), Assistance Publique – Hôpitaux de Paris (AP-HP) und Université Paris Diderot, Sorbonne Paris Cité, Frankreich, vorgestellt.

„Weder durch Sorafenib noch SIR-Spheres Y-90 Harz-Mikrosphären konnte ein statistisch signifikanter Vorteil hinsichtlich des Gesamtüberlebens der Studienpatienten erreicht werden,“ sagte Prof. Vilgrain. „Obwohl 26,6% der Patienten im SIRT-Arm per Protokoll keine SIR-Spheres erhalten haben, war der primäre Endpunkt das Gesamtüberleben in der "Intention-to-Treat (ITT)" Population nicht signifikant unterschiedlich (median 8,0 gegenüber 9,9 Monaten; p=0,18). Betrachtet man darüber hinaus nur diejenigen Patienten, die SIR-Spheres oder Sorafenib gemäß SARAH Protokoll erhalten haben, so war das mediane Gesamtüberleben identisch (9,9 gegenüber 9,9 Monate; p=0,92).“

„Im Hinblick darauf, was für die Patienten wichtig ist, zeigen die Ergebnisse dieser ersten umfangreichen direkten Vergleichsstudie von zielgerichtet auf die Leber wirkender Selektiver Interner Radiotherapie (SIRT) mit systemischer Chemotherapie mit Sorafenib eindeutig, dass auf die Leber abzielende Behandlungsverfahren mit SIR-Spheres signifikant besser verträglich sind und die Lebensqualität erheblich steigern," stellte Prof. Vilgrain fest. „Ich glaube, dass dieser Gesichtspunkt künftig ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der Erstlinientherapie für diese Patientenpopulation sein sollte.“
 
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