Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
26. September 2012

HCC: CHEMOSAT-System ermöglicht intrahepatisch hochdosierte Chemotherapie

Im Rahmen eines Satellitensymposiums auf der diesjährigen Jahrestagung der Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe (CIRSE) in Lissabon tauschten sich deutsche und italienische Ärzte über ihre Erfahrungen mit der zweiten Generation des Hepatic CHEMOSAT® Delivery Systems zur Behandlung von Leberkrebs aus. Die Diskussion konzentrierte sich vornehmlich auf die Möglichkeit, mit CHEMOSAT hochdosierte Chemotherapeutika direkt in die Leber zu verabreichen. Dies gewährt Ärzten potentiell mehr Zeit bei der Behandlung der Erkrankung außerhalb der Leber, die nicht unmittelbar lebensbedrohlich ist.

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

Hauptreferenten auf dem Symposium zum Thema „Hepatic Chemosaturation Therapy: Expanding the Therapeutic Approaches of Interventional Radiology“ waren Dr. Franco Orsi, PhD, und Dr. Pier Francesco Ferrucci, beide vom Europäischen Institut für Onkologie in Mailand, sowie Prof. Dr. Thomas J. Vogl von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Die drei Ärzte erörterten ihre Sichtweise der Vorteile von CHEMOSAT und präsentierten Fallstudien von Patienten, die mit dieser Technologie behandelt wurden.

„Mit CHEMOSAT sind wir in der Lage, das gesamte Organ isoliert und direkt zu behandeln, was uns sowohl sichtbare Tumore als auch Mikrometastasen mit höherer Dosierung noch effizienter bekämpfen lässt“, erklärt Dr. Ferrucci. „Auf der Basis unserer bisherigen Erfahrungen könnte diese Behandlungsmethode das Zeitfenster für die Behandlung vergrößern, den Haupttumor oder Metastasen in der Leber zu therapieren.“

In der Vergangenheit war die Eindämmung von Leberkrebs eine Herausforderung insofern, da mit traditionellen Methoden wie Chirurgie, Radiofrequenzablation und Kryotherapie zwar sichtbare Tumorregionen behandelt wurden, nicht sichtbare Tumore allerdings unbehandelt blieben. Bei der systemischen Chemotherapie werden krebsbekämpfende Medikamente venös oder oral zugeführt, die sich im gesamten Körper verteilen. Da die Dosierung des Medikaments bei der systemischen Chemotherapie durch systemische Toxizität beschränkt wird, ist die Dosis, die tatsächlich die Leber erreicht, geringer als beim CHEMOSAT-Verfahren. Deshalb erzielt CHEMOSAT eine potentielle Wirksamkeit, die im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie nicht erreicht wird.

Die Diskussion während des Symposiums konzentrierte sich auf die möglichen Nebenwirkungen und die unterschiedlichen Krebsarten, die mit dieser Technologie behandelt werden können. Das Diskussionsforum stellte fest, dass die typischen Nebenwirkungen mit dem CHEMOSAT-Verfahren durch medizinische Onkologen/Hämatologen vorhersehbar und beherrschbar sind. Die Ärzte hoben zudem vor, dass Studien, die die Chemosaturation nutzen, beim Einsatz von Melphalan Potential für eine Reihe von weiteren Krebsarten gezeigt haben.

„Im Rahmen des Symposiums wurde angeregt und engagiert diskutiert, was das Interesse der europäischen Ärzte zeigt, neue Behandlungsweisen für Patienten mit vornehmlich Leberkrebs zu finden“, erläutert der Moderator des Symposiums Barry T. Katzen, MD, FACR, FACC, FSIR am Baptist Cardiac and Vascular Institute in Miami. „Interventionelle Radiologen sehen CHEMOSAT als eine wichtige Behandlungsmethode für diese Patienten.“

Quelle: Delcath Systems


Stichwörter
Das könnte Sie auch interessieren
Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
Bayern+gegen+Darmkrebs%3A+Das+Modellprojekt+%E2%80%9ESprich+dr%C3%BCber%21%E2%80%9C+will+junge+Menschen+im+Freistaat+vor+einer+Erkrankung+bewahren.
© Alexander Raths / Fotolia.com

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können....

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
Weltkrebstag%3A+Deutsche+Krebshilfe+informiert+und+ruft+zum+Handeln+auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"HCC: CHEMOSAT-System ermöglicht intrahepatisch hochdosierte Chemotherapie "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.